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Warum katholisch sein?
In diesem Artikel gehen wir davon aus, daß Sie schon ein
Christ, ein
messianischer Jude oder ein (Jesus-) Yeschua- Gläubiger sind, wie auch
immer Sie sich selbst bezeichnen. Falls Sie nicht an Jesus glauben,
möchten wir Sie gerne auf die Links auf der letzten Seite dieses
Artikels verweisen, die Sie zu Texten bringen, die vielleicht
relevanter für Sie sind.
Warum katholisch sein?
Vielleicht glauben Sie, dass die Vorstellung
katholisch zu werden der absurdeste Gedanke ist, der Ihnen je in den
Sinn gekommen ist.
Vielleicht glauben Sie, dass die Bibel allein ausreicht, um
den Willen
Gottes für Ihr Leben herauszubekommen.
Vielleicht
glauben Sie, Gott sei nicht an "Religion" oder Institutionen
interessiert, sondern möchte einfach nur eine persönliche Beziehung zu
Ihnen haben.
Vielleicht denken Sie, dass es das einzig wirklich
notwendige ist um gerettet zu sein, Jesus als Herrn und Erlöser in sein
Herz zu nehmen.
Vielleicht sind Sie jüdisch und glauben, dass Sie
Ihren jüdischen Glauben und Ihr jüdisches Erbe verraten, wenn Sie ein
Katholik würden.
Vielleicht haben Sie anti-katholische Ansichten und
glauben der Katholizismus sei eine heidnische Korruption des reinen,
biblischen Glaubens.
Vielleicht haben Sie das Gefühl, dass Ihnen in Ihrem Glauben
etwas
fehlt?
Vielleicht
haben Sie das Gefühl, dass Gott "noch etwas mehr" für Ihren Glauben
hat, aber Sie haben noch nicht herausbekommen, was es ist.
Wenn
wir einen Streifzug quer durch die Geschichte machen, vom ersten bis
zum
einundzwanzigsten Jahrhundert, vom Abendland der Antike bis
ins moderne Amerika, sehen wir, dass zahllose Menschen so dachten wie
Sie - sie waren entweder ein bisschen neugierig, gleichgültig, ohne
großes Vertrauen in die Kirche oder sogar voller Verachtung ihr
gegenüber...bis sie eines Tages begannen, die Lehre der Kirche
ernsthaft
zu ergründen. Wieder und wieder sehen wir, wie solche Untersuchungen
die aus Neugier oder sogar Feindschaft gegenüber der Kirche unternommen
wurden, in einer wunderbaren Liebesgeschichte endeten: die Geschichte
eines Gottes der uns so begeistert liebt, dass er seinen eigenen Sohn
hingab damit er für uns starb, so dass wir ewiges Leben haben können.
Er bildete seine menschliche Familie, die katholische (universelle)
Kirche, um sein eigenes göttliches Leben mit seinen Kindern zu teilen,
vor allem im Sakrament der Eucharistie.
In diesem Artikel und mit der Hilfe anderer Artikel auf diesem
Website
gehen wir folgenden Punken auf den Grund:
- Gott
hat nie behauptet, dass die Bibel allein ausreicht, um seinen Willen zu
erkennen. Im alten wie auch im neuen Testament hat er eine sichtbare,
hierarchische Institution eingerichtet, welche er mit seiner eigenen,
göttlichen Vollmacht ausgestattet hat, um uns zu führen und uns auf
seinen Heilsweg zu leiten.
- Gott ist tatsächlich auch heute noch sehr
an "Religion" interessiert, genauso wie er daran interessiert war, als
er die Verehrung im Bundeszelt und im Tempel im alten Israel
einrichtete. Eine aufrichtige, ehrliche, demütige und gut informierte
persönliche Beziehung mit dem Vater durch den Sohn und im Heiligen
Geist sollte Sie schussendlich dazu bringen, die volle Einheit mit
seinem Leib, der katholischen Kirche zu suchen.
- Allein "Jesus als
Herrn und Erlöser" durch den Glauben zu empfangen ist nicht ausreichend
um erlöst zu sein; denn Jesus verteilt seine Gnade, seine Macht und
sein Leben hauptsächlich durch die Lehre, die Liturgie und die
Sakramente der Kirche sowie durch ihre Gemeinschaft der Heiligen.
- Die
katholische Kirche ist die vollkommene und komplette Erfüllung des
Judentums - dies hebt weder die einzigartige Berufung des Volkes
Israel noch die besondere Berufung der Juden, die in die
Kirche
hineinkommen, auf. Rosalind Moss, eine jüdische Katholikin hat einmal
gesagt: "Man kann nicht jüdischer, sein als wenn man katholisch ist!"
- Der
katholische Glauben ist die biblischste Form des Christentum, andere
Denominationen haben generell viele der Gaben die Jesus uns gegeben hat
vernachlässigt.
Was bedeutet es "katholisch" zu sein?
Vielleicht halten Sie sich, wie viele andere Christen
für
einen Katholiken der der allumfassenden, universalen, unsichtbaren
Gemeinschaft der
Anhänger Christi angehört, aber nicht für einen Katholiken, der großen
Wert
darauf legt, ein offizielles, formales Mitglied der römisch-
katholischen Kirche zu sein.
In gewissem Sinne ist dies wahr, wenn Sie getauft sind
und an Jesus
glauben, sind Sie schon ein Teil des Leibes Christi und der Heilige
Geist kann auf jeden Fall durch Sie und Ihre Gemeinschaft wirken, um
die Verkündigung des Evangeliums vorwärts zu bringen. Die Kirche lehrt:
„Denen aber, die jetzt in solchen
Gemeinschaften
geboren sind und mit dem Glauben an Christus erfüllt werden, können
keine Vorwürfe wegen der Sünde der Trennung gemacht werden und die
katholische Kirche begegnet ihnen in brüderlicher Achtung und Liebe ...
sie werden aufgrund des Glaubens in der Taufe gerechtfertigt, Christus
einverleibt, und darum gebührt ihnen der Ehrenname des Christen, und
mit Recht werden sie von den Kindern der katholischen Kirche als Brüder
im Herrn anerkannt." (KKK 818)
"Zudem
sind außerhalb der sichtbaren Grenzen der katholischen Kirche
„vielfältige Elemente der Heiligung und der Wahrheit zu finden: das
geschriebene Wort Gottes, das Leben der Gnade, Glaube, Hoffnung und
Liebe und andere innere Gaben des Heiligen Geistes und sichtbare
Elemente. Der Geist Christi bedient sich dieser Kirchen und
kirchlichen Gemeinschaften als Mittel zum Heil. Ihre Kraft kommt aus
der Gnaden- und Wahrheitsfülle, die Christus der katholischen Kirche
anvertraut hat. Alle diese Güter stammen von Christus, führen zu ihm
und drängen von selbst „auf die katholische Einheit hin." (KKK819)
Die eine Kirche, die Christus wirklich gegründet hat,
ist wirklich
die katholische Kirche, zusammengehalten und geleitet durch den
Nachfolger Petri, den Papst. In ihr allein ist die "Fülle der Mittel
zur Erlösung" zu finden.
„Die einzige Kirche Christi ... zu
weiden, hat unser
Erlöser nach seiner Auferstehung dem Petrus übertragen, ihm und den
übrigen Aposteln hat er ihre Ausbreitung und Leitung anvertraut ...
Diese Kirche, in dieser Welt als Gesellschaft verfaßt und geordnet, ist
verwirklicht in [subsistit in] der katholischen Kirche, die vom
Nachfolger des Petrus und von den Bischöfen in Gemeinschaft mit ihm
geleitet wird...„Nur durch die katholische Kirche Christi, die
allgemeine Hilfe zum Heil ist, kann man die ganze Fülle der Heilsmittel
erlangen. Denn einzig dem Apostelkollegium, dem Petrus vorsteht, hat
der Herr, so glauben wir, alle Güter des Neuen Bundes anvertraut, um
den einen Leib Christi auf Erden zu bilden, dem alle völlig einverleibt
werden müssen, die schon auf irgendeine Weise zum Volke Gottes
gehören." (KKK 816)
Wie wir unten sehen werden, bleiben Sie nur in
teilweiser,
unvollkommener Gemeinschaft mit der Kirche des Messias, wenn Sie
außerhalb der katholischen Kirche bleiben, und versäumen einen Teil der
großen Segen, die Gott Ihnen geben möchte:
"„Mit jenen, die als Getaufte mit dem
christlichen Namen
geziert sind, den vollständigen Glauben aber nicht bekennen oder die
Einheit der Gemeinschaft unter dem Nachfolger des Petrus nicht wahren,
weiß sich die Kirche aus mehreren Gründen verbunden. „Wer an Christus
glaubt und in der rechten Weise die Taufe
empfangen hat, steht dadurch in einer gewissen, wenn auch nicht
vollkommenen Gemeinschaft mit der katholischen Kirche."" (KKK 838)
Lassen Sie uns einige dieser Segen, die Gott Ihnen durch
die Kirche
zukommen lassen will, untersuchen. [Für eine noch
tiefgründigere Untersuchung der "Fülle der Heilsmittel" und der "Segen
des neuen Bundes" die die Kirche bietet, öffnen Sie den Online Kurs
der Katholiken für Israel.]
Zehn gute Gründe katholisch zu sein oder zu werden
- Jesus hat die eine Kirche* (keine Gruppen von
Denominationen)
gegründet; es ist sein Wille, dass alle Teil seiner Kirche eins sind.
- Jesus gründete eine sichtbare
Kirche* mit sichtbaren Leitern, keinen unsichtbaren Körper
ohne wirkliche Autorität.
- Durch die apostolische Sukzession und die apostolische Tradition* hat Jesus
die authentische Lehre Christi und seiner Apostel
weitergegeben.
- Jesus gab seiner Kirche das Charisma
der Unfehlbarkeit*
. In wichtigen Glaubensangelegenheiten und
moralischen Fragen gibt es uns Sicherheit und erlaubt uns mit
viel Vertrauen zu wissen,
was wir glauben und wie wir leben sollen.
- Die Fülle der
Heilsmittel* kann allein in der katholischen Kirche gefunden
werden, diese umfaßt alle Mittel um in Heiligkeit
und in Tugend* zu wachsen.
- Die
heilige Liturgie*
der Kirche läßt uns in das österliche Mysterium eintreten und vereint
uns
mit den Engeln und Heiligen in ihrem himmlischen Lobgesang.
- Die Kirche führt uns zu den Sakramenten
Christi*, dem Kanal göttlicher Gnade, durch den Gott sein
Leben und seine Liebe für uns in uns eingießt.
- In der Kirche kannst Du die Eucharistie*
empfangen, den Leib und das Blut des Herrn, Quelle und Höhepunkt
christlichen Lebens.
- In der katholischen Kirche wirst Du ganz mit unserer
irdischen und himmlischen Familie eins: in der Gemeinschaft der Heiligen*.
- Jesus hat uns sein Mutter Miryam*
(Maria) zur Mutter der Kirche gegeben, die uns liebt und über uns wie
unsere eigene Mutter wacht.
1. Jesus hat die eine
Kirche* (keine Gruppe von Denominationen) gegründet
Aus
dem Evangelium des Johannes wissen wir, wie wichtig es für Jesus war,
daß seine Nachfolger eins sein würden. Er betete, alle
Gläubigen
"sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin,
sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich
gesandt hast" (Jh. 17:20-21).
Wenn wir im Neuen Testament lesen, sehen wir daß Jesus nur
eine
Kirche gegründet hat, die unter der Leitung Petris und der Apostel
vereint war. Nie begründete er ein lockere Ansammlung verschiedener
Denominationen, so wie sie heute existieren, wo jede mit der anderen
über wichtige Doktrinen und moralische Fragen im Streit liegt und
andere Positionen vertritt. Die orthodoxe Ostkirche has sich
im
Jahr 1054 von der Einheit mit dem Papst gelöst. Im 16. Jahrhundert
haben die Protestanten die Einheit des Christentums noch weiter
zerbrochen, als sie sich von der katholischen Kirche loslösten, und sie
fahren fort, sich weiter und weiter aufzuteilen bis zum heutigen Tag.
Auch wenn sie sich weigern, sich mit dem Namen einer bestimmten
Denomination zu bezeichnen, so sind selbst die neueren,
"nicht-denominationalen" Kirchen in Wahrheit nichts anderes, als eine
neue Form einer evangelikalen Denomination. Selbst wenn sie sich dem
edlen Ziel verschrieben hat, die jüdischen Wurzeln des Christentums
aufzudecken, so wird auch die messianisch-jüdische Bewegung von der
gleichen
Uneinigkeit, wie sie unter den protestantischen Gemeinden zu finden
ist,
geplagt.
Die eine, universelle Kirche die Jesus gegründet hat und
die ihre
Einheit über 2000 Jahre lang aufrechterhalten hat während sie
sich durch die Zeit und in alle Richtungen ausdehnte, ist die
katholische Kirche.
Indem du außerhalb der katholischen Kirche bleibst,
trägst Du damit,
auch wenn es unbewußt und nicht durch eigenes Verschulden geschieht,
zur die Uneinheit des Leibes Christi bei. Indem Du der katholischen
Kirche beitrittst, wirst Du Teil der ursprünglichen Kirche, die Jesus
der
Messias gegründet hat und Du förderst die Einheit der Kirche für die er
gebetet hat!
2. Jesus gründete eine sichtbare
Kirche* mit sichtbaren Leitern
Warum gibt es solch einen Mangel an Einheit unter den
Protestanten/Evangelikalen/Messianischen Juden? Wegen des Fehlens einer
legitim geweihten Autorität. Oft sagt man die Kirche sei einfach die
unsichtbare Vereinigung aller Gläubigen, die durch den Heiligen Geist
geleitet wird und deren Haupt Christus ist, jedoch ohne jegliche
leztliche menschliche Autorität hier auf der Erde. Diese Theorie
jedoch ist weder biblisch, noch funktioniert sie in der Praxis. In der
Tat hat dies unglaubliche Verwirrung und Spaltung in den Leib
Christi
gebracht.
Wenn wir in die Bibel schauen, finden wir ein völlig
anderes
Bild: Zur Zeit des Exodus war das Volk Gottes unter der Führung
des Moses und den siebzig Ältesten geeint. Er vermittelte das Wort
Gottes an das Volk, deutete es und klärte weitere Streitigkeiten. (Ex.
18:13-26, Num.
11:16-25). Weiterhin war es auch zur Zeit des davidischen Königreiches
so. Die Nation war unter der Führung des Königs vereint und folgte
außerdem noch dem Wort der Propheten.
Im
Neuen Testament findet man ein ähnliches Bild: Jesus gab seiner Kirche
einen wirklichen, menschlichen Leiter in der Person Petri. Jesus sagte,
Petrus würde der Fels sein, auf dem er seine Kirche erbauen würde. Er
gab
ihm die Schlüssel des Himmelreich (Mt. 16:17-19), ernannte ihn zum
obersten Hirten der Kirche (Jh. 21:15-17), und trug ihm auf, die
anderen
Apostel in ihrem Glauben zu stärken (Lk. 22:31-32). Dazu
kommt,
daß
Jesus seine eigene Autorität an die anderen Apostel gegeben hat und
ihnen gesat hat "Wer Euch hört, der hört mich." (Lk. 10:16) Außerdem
gab
er ihnen die Macht, Sünden zu vergeben. (Jh. 20:23). In der
Apostelgeschichte lesen wir, wie Petrus und die Apostel die Kirche
angeführt haben das Evangelium zu verkünden und wichtige Entscheidungen
zu fällen.(Apg. 2:1-41, 15:7-12).
Beim Eintritt in die Katholischen Kirche wird man Teil
der Kirche die
nach dem Model des Volkes Gottes in der Bibel gebildet wurde und stellt
sich unter die von Jesus selbst eingesetzten Autoritäten.
3. Durch die apostolische Sukzession und die apostolische Tradition* hat Jesus
die authentische Lehre Christi und seiner Apostel
weitergegeben.
Man mag sich fragen ob diese von Gott eingesetzte
Autorität auch
tatsächlich bis zum heutigen Tag beibehalten wurde? Ja, das wurde sie,
Durrch die apostolische
Sukzession und
die apostolische
Tradition.
Nachdem Judas gestorben war, wählten Petrus und die Apostel
direkt
einen Nachfolger um ihn zu ersetzen. (Apg. 1:15-26). Im Neuen
Testament sehen wir auch, wie die Apostel Presbyter weihten (Apg.
14:23, Tit. 1:5). Sie gaben ihre eigene Autorität an ihre Nachfolger
weiter: "Was du vor vielen Zeugen von mir gehört hast, das vertrau
zuverlässigen Menschen an, die fähig sind, auch andere zu lehren." (2
Tim. 2:2). Außerdem lesen wir im Neuen Testament von einer
dreigeteilten Autoritätsstruktur aus Bischöfen,
Presbytern (Priester) und Diakonen (1 Tim. 3:1,8, 5:17). Schon in
frühester Zeit wurden die Bischöfe als Nachfolger der Apostel angesehen
und die Bischöfe von Rom als Nachfolger Petri, der in Rom gestorben
ist. So wird die Einheit der Kirche durch die Weitergabe der
Lehre Christi über die apostolische Sukzession des Bischofs von Rom,
dem
Papst, in Einheit mit allen anderen Bischöfen, den Nachfolgern der
Apostel, bewahrt.
Die
erste und natürlichste Reaktion auf diese Behauptung ist oft: "Warum
sollte ich mich der Autorität dieser Menschen unterwerfen? Die
Geschichte zeigt doch, wie Menschen ihre Macht misbrauchen können und
Fehlentscheidungen treffen?!" Es ist wahr. Wenn Menschen
Autoritätspositionen innehaben, gibt es immer die Gefahr des
Machtmissbrauches.
Dennoch sind wir nie völlig frei von menschlicher Autorität in
spirituellen Angelegenheiten. In dem Moment wo wir eine Kirche
betreten, beginnen wir uns der Autorität des Pastors und seiner Lehre
zu unterwerfen, die auch von der Wahrheit und der Nächstenliebe
abweichen kann. Und wenn wir Autorität und Rechenschaftspflicht
gänzlich
ablehnen, dann werden wir selbst unsere eigene Autorität, mit unserer
eigenen
Fehlbarkeit, Begrenztheit und blinden Punkten. In anderen Worten: Wir
müssen die Autorität suchen, unter die wir uns stellen: Entweder ist
es die Autorität, die Christus selbst berufen hat und unter der er uns
versprochen hat: "der Geist der Wahrheit wird euch in alle
Wahrheit leiten" (Jh. 16:13) und "die Mächte der Unterwelt werden [die
Kirche]
nicht überwältigen" (Mt. 16:18), oder es wird die fehlbare Autorität
von jemand
anderem sein. Die Autorität des Papstes abzulehnen bedeutet, daß jeder
Pastor oder sogar jede Einzelperson sein eigener Papst wird. Das ist
kein Rezept für Einheit, sondern für Anarchie. Wie viel besser ist es,
die Autorität, die Christus eingesetzt hat und die treu seine Lehre
bewahrt, anzunehmen!
In der katholischen Kirche erhalten Sie die authentische
Lehre Jesu und der Apostel, wie sie durch die apostolische
Überlieferung
weitergegeben wurde.
4. Jesus gab seiner Kirche das Charisma
der
Unfehlbarkeit*. Es gibt uns Sicherheit in wichtigen
Glaubensangelegenheiten und moralischen Fragen.
Der beste Grund dafür sich der Autorität der
katholischen Kirche zu
unterstellen ist, weil Jesus sie mit einem speziellen Charisma der
Unfehlbarkeit ausgerüstet hat, die die Einheit des Doktrins
bewahrt und die Gewißheit ihrer Lehren garantiert. Wenn Sie für einige
Zeit Protestant, Evangelikaler oder messianischer Jude gewesen sind,
werden Sie sicher hundert verschiedene Predigten und Lehren gehört
haben, die die Bibel auf verschiedenen Weisen auslegen und die sich
sogar
manchmal sehr widersprechen. Vielleicht zählen Sie sich
selbst unter die vielen Gläubigen, die sich aufgrund
der vielen und widersprüchlichen Lehren, Theorien und Interpretationen
der Bibel, die Sie gehört haben, im Vergleich zu vor ein paar Jahren
eher verwirrter als sicherer
über ihren Glauben fühlen.
Jesus hat nie gewollt, dass es so sein würde. Nirgendwo
in der Bibel
sehen wir, daß jeder Gläubige seine Bibel nehmen würde und selber für
sich entscheidet, was er glaubt, ohne vorher eine höhere Autorität zu
Rat zu ziehen. Gläubige in den ersten vier Jahrhunderten der Kirche
hatten nicht einmal ein Neues Testament, das sie benutzen konnten. (Der
Kanon des NT wurde erst 393-397 AD beschlossen.) Die letztgültige
Autorität in Glaubens- und Moralfragen waren die Apostel und ihre
Nachfolger. Wir haben gerade gesehen, daß Jesus seinen Jüngern
über die Kirche versprochen hat, " die Mächte der Unterwelt
werden sie nicht überwältigen", und daß der Heilige Geist sie in die
ganze Wahrheit führe
und "Euch
alles lehren und euch an alles erinnern [werde], was ich euch gesagt
habe". (Jh 14:26). In der Tat wird die Kirche im Neuen Testament die
"Säule und
das Fundament der Wahrheit" genannt. (1 Tim 3:15).
Obwohl
unsere postmoderne Gesellschaft den Skeptizismus und die Ungewißheit in
den Mittelpunkt stellt, ist es doch unmöglich, sein Leben ohne eine
solide Grundlage
zu bauen. Menschen, die an die Bibel glauben, haben eine Grundlage in
Christus und im Wort Gottes, aber dieses Fundament wird oft durch jede
Menge widersprüchliche Bibelinterpretationen untergraben. Im Gegensatz
dazu ist es eine großartige Sache zu wissen, was man glauben soll und
wie man leben soll. Der Heilige Geist hat die Kirche treu über
zweitausend Jahre geleitet, so daß wir mit Zuversicht wissen können,
wie
die Apostel und die ersten Gläubigen die Schriften deuteten. Lesen Sie
selbst den Katechismus der katholischen Kirche
(oder das kürzere Kompendium)
um Klarheit darüber zu erhalten, was die Schrift im Licht
der Tradition der Kirche wirklich
sagt über Gottes Offenbarung, Schöpfung, die Natur
des Menschen, die Dreifaltigkeit, die göttliche Natur des Messias, sein
bevorstehendes zweites Kommen, den Heiligen Geist, die Natur der
Kirche,
Maria, die Mutter Jesu, das Leben nach dem Tod, die Folgen der Taufe,
das
letzte Abendmahl, wie wir gerettet werden und vieles mehr.
Genauso wichtig ist die Frage danach, wie wir leben
sollten und vor
allem die der Moral. Obwohl die Bibel in Hinsicht
gewisser moralischer Fragen klar ist, ist sie dies nicht in allen
Bereichen. Welche Gebote wurden durch ihre Zeit und Kultur bedingt und
welche sind absolut und unveränderlich? Zum Beispiel verbietet die
Bibel das Rasieren der Bartecken, das Tättowieren, Granelen zu essen
und sie befiehlt Frauen beim Beten ihren Kopf zu bedecken.
Aber
sie
sagt nichts gegen Abtreibung, Sklaverei, künstliche Befruchtung oder
menschliches Klonen. Wie sollen wir die zehn Gebote heutzutage
auslegen? Ohne die Autorität der Tradition bleiben die
Gläubigen dem Wohlwollen ihres Pastors ausgeliefert; oder sie müssen
sich auf ihr eigenes, leicht verfälschlichtes Urteil verlassen, und sie
finden es sehr schwer, klar zu wissen, was richtig und was falsch ist.
Das Ergebnis kann variieren zwischen individualistischer moralischer
Anarchie, durch die man der Sünde und Ignoranz verfällt, oder einem
sklavenhaften moralischen Legalismus, durch den man
aus Angst, daß sie sündhaft sein könnten, viele gute Dinge ablehnt. Um
herauszufinden was
richtig und was falsch ist, ist es, geführt durch den Heiligen Geist,
viel besser aus der Quelle der zeitlosen Weisheit der Kirche zu
schöpfen und freudenreiche Freiheit im Leben eines heiligen Lebens zu
finden.
Natürlich bedeutet die Unfehlbarkeit der Kirche nicht,
daß ihre
Leiter immer ein einwandfreies Leben führen. Der Papst, die Bischöfe
und die Priester sind auch Sünder, und sie sind nicht gegen moralisches
Fehlen immun, wie es schon oft vorgekommen ist und leider auch
vorkommen wird. Aber es ist ein anderes Zeugnis für Gottes Treue und
Größe, daß er ohne zu Fehlen die Kirche in Glaubens- und Moralfragen
geleitet hat, die aus schwachen Sündern wie Sie und mir besteht.
In der katholischen Kirche finden Sie ein festes
Fundament, an dem Sie sich orientieren können um zu wissen,
was Sie in den wichtigsten
Lebensfragen glauben und wie Sie leben sollen .
5. Die Fülle der
Heilsmittel* und alle Mittel um in Heiligkeit und in denTugenden* zu
wachsen können allein in der katholischen Kirche gefunden werden.
Wenn Sie an Christus glauben und getauft worden sind,
dann sind Sie
schon auf dem Weg zur Erlösung. Jedoch, Christus im Glauben als Herrn
und Retter anzuerkennen ist nicht genug um erettet zu werden, wie die
Bibel lehrt. Jesus selbst hat gesagt: "Nicht jeder, der zu mir
sagt: Herr! Herr!, wird in das Himmelreich kommen, sondern nur, wer den
Willen meines Vaters im Himmel erfüllt."
(Mt.
7:21), und nur wer "... bis zum Ende standhaft bleibt, der
wird gerettet" (Mt 24:13). Der große Apostel Paulus warnte
die
Gläubigen in Gottes Güte zu bleiben,
"sonst würden auch sie abgeschnitten werden" (Röm. 11:22). Er
ermahnt uns: "müht euch mit Furcht und Zittern um euer
Heil!" (Phil. 2:12) und sagt: "vielmehr züchtige und
unterwerfe ich
meinen Leib, damit ich nicht anderen predige und selbst verworfen
werde." (1 Kor. 9:27).
Unser Handeln spielt deswegen auch eine bedeutende Rolle auf unserem
Weg der Erlösung denn "Er wird jedem vergelten, wie es
seine Taten verdienen:" (Röm. 2:5-8, 2 Kor. 5:10, 1
Petr. 1:17, Ofb. 20:12-13).
Wir
sind ganz und gar durch die Gnade Gottes errettet, ohne eine eigene
Leistung unsererseits (Eph 2:8). Jedoch, müssen wir
an
unsrer Errettung mit Angst und Zittern arbeiten und "Durch
viele Drangsale müssen wir in das Reich Gottes gelangen" (Apg.
14:22).
Als
Gläubiger an Jesus haben Sie schon viele der "Mittel", die
Ihnen
helfen Ihre Errettung im Zusammenwirken mit der Gnade Gottes zu
erarbeiten. Durch den Glauben in Christus und die Taufe wurden Ihre
vorherigen Sünden weggewaschen und Sie erhielten die
Vergebung;
durch das Lesen des Wort Gottes lernen sie seinen Willen und folgen
seiner Führung zu einem gewissen Grad; durch das Gebet erhalten Sie
Gottes Hilfe und Stärkung, durch den Lobpreis berührt er Sie mit seiner
Freude; durch Werke der Nächstenliebe wachsen sie in seiner Ähnlichkeit
und seiner Selbstlosigkeit.
Außerhalb der Kirche verpassen Sie viele
der Hilfsmittel die Jesus uns gegeben hat, um unsere Erlösung und die
der Welt vorwärtszutreiben und uns zur Heiligkeit zu führen. Sie folgen
dem Pfad der Erlösung mit nur einem Teil der Ausrüstung um das Ziel
zu erreichen. Deshalb wird es viel schwieriger sein, das Ziel zu
erreichen. Wir haben schon die Bedeutung der Autorität besprochen.
Losgelöst von der autoritativen Tradition der Kirche bist Du falscher
Lehre ausgesetzt, die Sie auf Ihrem Weg aufhalten und sogar stoppen
mag. Es fehlt Ihnen die Eucharistie, Christi eigener Leib und sein Blut
und die innigste Vereinigung zwischen Bräutigam und Braut. (siehe
unten). Es fehlen Ihnen die meisten anderen Sakramente, die der Herr
uns gegeben hat und die uns mit seiner Kraft und Gnade auf
spürbare Weise stärken. Sie profitieren auch nicht ganz von dem Schutz
und der Fürsprache unserer Mutter Maria und der vollen Gemeinschaft der
Heiligen im Himmel und auf Erden, da sie möglicherweise garnicht an sie
glauben - und vieles mehr.
Indem sie der katholischen Kirche beitreten, treten Sie
die
Fülle der Segen, die der Herr uns zu unserer Rettung und unserer
Heiligung gegeben hat.
6. Die
heilige Liturgie*
der Kirche läßt uns in das österliche Mysterium eintreten und vereinigt
uns
mit den Engeln und Heiligen in ihrem himmlischen Lobgesang.
Wenn Sie eine Zeit lang in eine evangelikale oder
messianische
Gemeinde gegangen sind, sind Sie sicherlich mit der freien Struktur der
Treffen, die vielleicht charismatisch sind und viel Betonung auf
lebendigen Lobpreis legen und mit ausgiebigen Predigten aus der Bibel
vertraut. Da An diesem Format ist Nichts falsch, aber es
bleibt immer extrem abhängig von der Qualität des Predigers. Wenn das
Lobpreisteam schwach ist und der Prediger langweilig oder irrelevant,
gibt es kaum einen Grund dorthin zugehen. Es könnte sogar nützlicher
sein, zu Hause zu bleiben und mit Freunden zusammen zu beten. Viele
Gläubige, die den freikirchlichen, messianischen Lobpreis gewohnt sind
spüren nach einiger Zeit ein Verlangen nach Lobpreis, der weniger auf
den Menschen und
mehr auf Gott ausgerichtet ist: weniger Reden, weniger Aktivismus
oder Programm, weniger Innovation, weniger Sensation aber dafür tiefer,
ehrfürchtiger, mit mehr Mysterium und mehr Reverenz für unseren
Schöpfer. In anderen Worten, sie sehnen sich nach Liturgie.
Oft
fehlt es uns an Worten, wenn wir uns im freien Gebet an Gott wenden.
Dies ist ganz normal, denn jeder fühlt sich zu gewissen Zeiten geistig
schwach, müde, uninspiriert oder trocken. In diesem Fall mögen Sie eine
Bibel genommen haben und einen Psalm laut vorgelesen haben und dann
gespürt haben, wie die inspirierten Worte der Heiligen Schrift Sie ins
Gebet zurückversetzten und Ihre Seele sich erhob und
plötzlich Dinge ausdrücken konnte,
die Sie selbst nicht hervorbringen hätten können. Dies ist die Macht
der
Liturgie: die feierlichen Worte des Gebetes, die von inspirierten
Autoren der Bibeltexte oder von großen geistlichen Gestalten
und Heiligen und aus dem reichen geistigen Erbe der Kirche kommen,
werden zu unseren eigenen Worten. Diese Worte verbinden unseren Geist
und unser Herz mit den großen geistigen Figuren die uns vorangingen und
lassen uns in die zeitlose Liturgie der Kirche eingehen, der
himmlischen Liturgie die Zeit und Raum überschreitet.
Liturgisches Gebet war von Anfang an die traditionelle
und historische Form
des gemeinschaftlichen Gebetes im Judentum und im Christentum. Es ist
wichtig einen persönlichen, spontanen
Dialog mit dem Herrn in seinem privaten Gebetsleben zu führen, aber das
gemeinschaftliche, öffentliche Gebet des Volkes Gottes war vorwiegend
liturgisch.
In der katholischen Kirche werden Sie Teil des reichen,
heiligen
Erbes der Kirche und ein aktiver Teilnehmer an ihrer heiligen Liturgie,
dem echten Herz des österlichen Geheimnisses Christi gefeiert in
Gemeinschaft mit allen Engeln und den Heiligen im Himmel und auf der
Erde!
7. Die Kirche führt uns zu den Sakramenten
Christi*, dem Kanal
göttlicher Gnade, durch den Gott sein Leben und seine Liebe in uns
eingießt.
Die
größten und gewaltigsten Gaben, die der Herr uns gegeben hat und das
großartigste Zeugnis seiner Liebe sind die sieben Sakramente die er
eingerichtet hat. Durch diese sieben Sakramente schenkt uns der Messias
sein eigenes Leben und seine Liebe. Man kann sagen, daß sie wie Kanäle
sind, die Himmel und Erde miteinander verbinden und durch die Gott
seine
Gnade in seine Kinder hineingießt. Sie füllen uns mit dem Heiligen
Geist, sie heilen uns, reinigen uns, nähren uns und stärken uns. Sie
sind die effektivsten Mittel, durch die wir heilig werden können, denn
sie geben uns Anteil am Leben Gottes. Auch sind sie die machtvollste
Waffe des geistigen Kampfes. Die Sakramente sind nicht einfach nur
Symbole, sondern Zeichen die Gottes Gnade und Liebe zum Ausdruck
bringen. Diese sieben Sakramente sind:
- Taufe*:
die neue Geburt, welche uns von unseren Sünden reinigt (Tit. 3:5), uns
den heiligen Geist gibt und uns in den Tod und die Auferstehung Christi
hineintauft. (Röm. 6:3-7).
- Firmung*:
die Fülle der Ausgießung des heiligen Geistes die uns stärkt und uns
voll in den Auftrag der Kirche hineinstellt. (Apg.
8:14-17).
- Eucharistie*:
das größte der Sakramente durch welches der Messias uns mit seinem
eigenen Körper
und seinem Blut, seiner Seele und seiner Gottheit stärkt. (Mk.
14:22-24, Jh. 6:53).
- Versöhnung
(Beichte)*: der von Jesus an die Apostel
anvertraute Weg, jedem Vergebung für die nach der Taufe begannenen
Sünden zu erteilen.
- Krankensalbung*:
hilft uns Krankheiten zu tragen, manchmal bringt sie Heilung, Reinigung
unserer Seele und bereitet uns darauf vor, Gott zu
begegnen. (Js
5:14-15).
- Ehe*: In
der Ehe werden Mann und Frau ein lebendiges Zeichen der treuen
Beziehung zwischen Christus und der Kirche. (Eph. 5:21-33)
- Priesterweihe*:
Neben der Rolle jeden einzelnen ein "Königreich von Priestern" zu sein,
hat Jesus einige Menschen zu einem besonderen priesterlichen Dienst
berufen. (Röm. 15:15-16).
Tragischer Weise hat ein großer Teil der Christenheit
durch die
Reformation fünf dieser Sakramente verloren, und dies ist bis zum
heutigen Tag so geblieben. Diese Sakramente gingen verloren,
weil die Reformatoren den Glauben daran verloren hatten, und teilweise,
weil sie das Priestertum (Priesterweihe) ablehten. Das Sakrament der
Firmung, der Eucharistie, der Beichte und der Krankensalbung setzen
eine gültige, geweihte Priesterschaft (und die apostolische Sukzession)
vorraus, um richtig gespendet zu werden. Nur das Sakrament der Taufe
und
der Ehe bleiben den Gläubigen, die die apostolische Sukzession nicht
beibehalten haben, erhalten. Schlimmer noch ist, daß eine wachsende
Zahl
messianischer Gemeinden nur im Namen Jesu und nicht im Namen des
Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes taufen und so nicht einmal
eine gültige Taufe haben. Die orthodoxe Kirche dagegen, auch wenn sie
nicht in Einheit mit dem Papsttum sind, haben eine gültige apostolische
Sukzession und das Priestertum beibehalten und haben deshalb noch
sieben gültige Sakramente.
In der katholischen Kirche können sie die Fülle der
Macht Gottes und
seiner Liebe, die er uns durch die Sakramente geben will erhalten!
8. In der Kirche kannst Du die Eucharistie*
empfangen, den Leib und das Blut des Herrn, Quelle und Höhepunkt
christlichen Lebens.
Die
Eucharistie, "Quelle und Höhepunkt christlichen Lebens" wird das
Sakrament der Sakramente genannt. Es ist solch ein großes Geschenk, daß
es ein Grund für sich ist, und in der Tat vielleicht der größte Grund,
der katholischen Kirche beizutreten. Beim letzten Abendmahl -dem
Paschaseder- hat Jesus zu seinen Jüngern gesagt, nachdem er Brot und
Wein gesegnet hat: "Nehmet und esset....dies ist mein Leib....dies ist
mein Blut als Zeichen des des Neuen und ewigen Bundes, das für viele
vergossen wurde
zur Vergebung der Sünden." (Mt. 26:26-28). Dann gebot er ihnen "Tut
dies zu meinem Gedächtnis" (Luke 22:19). Beim ersten Paschamal, welches
den Auszug aus Ägypten vorrausging, hat Gott den Israeliten befohlen
ein Lamm zu opfern und sein Blut zum Schutz vor dem Todesengel an die
Türpfosten zu sprengen. Sie aßen
das Lamm
als Zeichen ihres Bundes mit Gott. Beim letzten Abendmahl hat Jesus
sich
selbst als Lamm Gottes, das die Sünden der Welt hinwegnimmt, zu
erkennen
gegeben. Dabei besiegelte er einen neuen Bund mit uns und schützt uns
vor dem entgültigen Tod.
Nun müssen auch wir das Lamm essen - den Leib und das
Blut des neuen
österlichen Opfers, welches uns in jeder hl. Messfeier gegenwärtig
wird.
Jesus selbst hat vorher gesagt: " Wenn ihr das Fleisch des
Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das
Leben nicht in euch. Wer
mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben,...Denn
mein Fleisch ist wirklich eine Speise und mein Blut ist wirklich ein
Trank." (Jh. 6:53-55). Aufgrund dieser
schockierenden Äußerung haben ihn viele Jünger verlassen. (Jh
6:66). Traurigerweise ähnelt dies sehr dem, was bei der
Reformation geschah, als viele Christen sich entschieden, daß sie diese
Worte des Retters nicht länger annehmen konnten. Seither entbehrt ein
großen Teil der Christenheit tragischerweise das größte Geschenk
Gottes, die Eucharistie, entweder weil ihnen der Glaube an die
wirkliche Präsenz fehlt oder weil sie kein gültiges Priestertum haben,
was notwendig ist um Brot und Wein so zu segnen, damit sie in
den
Leib und das Blut des Herrn verwandelt werden. Und so bleibt ihm nur
ein Abendmahl das, auch wenn es der Passion des Herrn auf wundervoller
Weise gedenkt, bloß aus Brot und Wein besteht und nicht in seiner
wahrhaftigen und echten Gegenwart unter ihnen. Deswegen, weil
nicht-Katholiken die volle Lehre der katholischen Kirche ablehnen, ist
es ihnen nicht erlaubt ab und zu einen katholischen Gottesdienst zu
besuchen und die Kommunion zu empfangen. Dies ist so, weil das
Sakrament
ein Zeichen der vollkommenen Gemeinschaft und der vollkommenen Einheit
der Gläubigen ist.(KKK 1400)
Dies ist keine Ablehnung unserer nicht-katholischen Geschwister im
Glauben, sondern vielmehr eine Einladung an sie, mehr über den
katholischen Glauben zu lernen damit auch Sie in die vollständige
Gemeinschaft und Einheit mit der Kirche gelangen und am Mahl des Lammes
teilhaben können!
Der Verlust der Eucharistie für so viele Gläubige ist
vor allem
traurig, weil die wahre Gegenwart Christi in der Eucharistie durch das
erste Jahrtausend der Geschichte der Christenheit unumstritten war.
Paulus selbst hat geschrieben: "Wer also unwürdig von dem Brot ißt und
aus dem Kelch des Herrn trinkt, macht sich schuldig am Leib und am Blut des Herrn."
(1 Kor. 11:27). Fünfzig Jahre später (107 AD) schrieb Bischof
Ignatius von Antiochien, daß "sich die Heretiker von der
Eucharistie und vom Gebet fernhalten, weil sie nicht zugeben, daß die
Eucharistie der Leib unseres Retters Jesus Christus ist." (Brief an die
Smyrner 6,2,2). Viele andere Kirchenväter gebrauchten ähnlich starke
Worte, um die warhaftige Gegenwärtigkeit Christi in der Eucharistie zu
bezeugen.
In der katholischen Kirche können Sie am Hochzeitsmahl
des Lammes
teihaben und am Tisch des Hernn in jeder hl. Messe essen. Sie können
dort Gottes größtes Geschenk, die Eucharistie erhalten- den Leib und
das Blut, die Seele und die Gottheit des Herrn, der Dich geliebt und
sich für Dich hingegeben hat. Die ist die innigste Verbindung zwischen
Gott und Mensch die auf Erden möglich ist. Ein Kuß zwischen Himmel und
Erde, den nichts anderes ersetzen kann. Wenn Sie die Eucharistie
empfangen, empfangen Sie das eigene Leben Gottes und seine Liebe, die
Sie mit seiner Macht und Gnade erfrischt. Ist dies wirklich etwas, daß
Sie missen möchten?
9. In der katholischen Kirche wirst Du ganz
mit unserer irdischen und himmlischen Familie eins: in der Gemeinschaft der Heiligen*
Gott
rettet uns nicht einfach nur als Individuen. Er rettet uns in "Bündeln"
- als Familie, Gemeischaft, Volk oder Königreich. Viele
Gläubige haben eine sehr individualistische Vorstellung der Erlösung,
wo es hauptsächlich um mich und Jesus geht. Sie bitten andere hier auf
Erden für sie zu beten, aber sie leugnen, daß jegliche Hilfe von den
Heiligen im Himmel möglich oder wünschenswert sei. Diese Mittlerschaft
halten sie für Spiritismus der in Dt. 18 verboten wird oder als eine
Verletzung von Tim 2:5 wo steht, es gibt nur "einen Mittler zwischen
Gott und dem Menschen, den Menschen Christus Jesus." Jesus ist
natürlich unser eine Mittler vor Gott, aber das bedeutet nicht, daß wir
auf die Fürsprache von weiteren Mittlern verzichten müssen. Jedes Mal
wenn Du
für jemanden betest, hälst Du Fürsprache für ihn vor Gott. Gott
ermutigt uns sogar zu dieser Art von vermitteltem Fürsprachegebet. (1
Tim. 2:1), und im Neuen Testament können wir sehen, daß dies auch nach
dem Tod weitergeht, wo die Heiligen die zum Herrn gegangen sind
weiterhin bei uns sind und uns beistehen auf unserem Weg das endgültige
Ziel zu erreichen. Sie sind die "große Wolke der Zeugen"
(Hebr.
12:1) die uns umgibt, die " Geister(n) der schon vollendeten
Gerechten" zu denen
wir im himmlischen Jerusalem gelangen. (Hebr. 12:22-23). Selbst der
reiche
Mann, der im Hades leidet, hält Fürsprache für seinen Bruder
der
noch lebt und bittet Abraham, Lazarus ins Haus seines Vaters zu
schicken um sie zu warnen. (Luk. 16:19-31). Der Reiche spielt hier-im
Fegefeuer? - die Rolle des Fürsprecher, und Abraham hält die Rolle des
Vermittlers zwischen ihm, Gott und seinem Brüdern. Im Buch der
Offenbarung sehen wir Älteste und Engel, die Gott Schalen voller
Weihrauch bringen, die das Gebet der Heiligen auf der Erde sind (Ofb.
5:8, 8:3), und die Seelen der Martyrer flehen Gott an: " Wie lange
zögerst du noch, Herr, du Heiliger und Wahrhaftiger, Gericht zu halten
und unser Blut an den Bewohnern der Erde zu rächen?" (Ofb. 6:10)
Gott ist an der persönlichen Erlösung eines jeden
einzelnen von uns
interessiert, aber er ist genauso an der Gemeinschaft der
Liebe
unter uns interessiert, eine Gemeinschaft, die durch den Tod nicht
zerstört werden kann. (Röm. 8:35-39). Die Familie Gottes
beinhaltet
alle Mitglieder seiner Kirche, ob auf Erden, im Himmel oder im
Fegefeuer. (1 Kor. 3:12-15). Die Heiligen, die
uns vorrangegangen sind, sind unsere Vorbilder auf dem Weg der
Heiligung. Im Himmel angelangt wurde ihre Liebe vollständig, und sie
sind in einer besseren Lage, uns mit ihrem Gebet zu helfen, als wenn
sie
auf der Erde wären. Sie beten für uns von oben, wir können von hier
unten aus um ihre Hilfe bitten und wir sind auch aufgerufen, für die
zu beten, die im Fegefeuer beten. Wenn Sie schon einmal eine geliebte
Person verloren haben, ist es nicht eine der natürlichsten Reaktionen
für ihn zu beten oder ihn im Himmel um Hilfe zu bitten?
In der katholischen Kirche haben Sie vollen Anteil an
der ewigen,
liebenden Gemeinschaft der Heiligen im Himmel, auf Erden und im
Fegefeuer.
10. Jesus hat uns sein Mutter Miryam*
(Maria) zur Mutter der Kirche gegeben um uns zu lieben und über uns zu
wachen wie unsere eigene Mutter.
Gott hat uns seine Mutter gegeben. Als Jesus einige
Augenblicke vor
seinem Tod seine Mutter und seinen Jünger Johannes am Fuß des Kreuzes
sah, sagte er zu Maria: "Siehe, dein Sohn." und zu Johannes: "Siehe,
deine Mutter." (Jh. 19:26). In der Stunde seiner Not hat
Jesus
mehr getan, als nur die Situation seiner Familie zu klären. Er hat der
ganzen
Menschheit Maria zur Mutter gegeben.
Als
der ewige Sohn Gottes Mensch geworden ist, blieb er für neun Monate im
Leib dieser jungen jüdischen Jungfrau. So wie die Bundeslade vorher ein
heiliger Behälter der die wahrhaftige Gegenwart Gottes im Tabernakel
des Tempels beinhaltete war, so hat Gott Maria auserwählt seine heilige
"Lade
des Neuen Bundes" zu sein und seine wahrhaftige Gegenwart in sich zu
tragen. Um
sie auf diese edle Aufgabe vorzubereiten, gab er ihr die Fülle seiner
Gnade und rettete sie von aller Sünde. Deshalb grüßte sie der Engel mit
den Worten: "Gegrüßet bist Du, voll der Gnade" (Lk. 1:28).
Es ist Gottes "Aufgabe" durch die Schrift hinweg, die
Stolzen zu
demütigen und die Niedrigen zu erheben, so wie es Maria selbst sagt "Er
zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind; er stürzt die
Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen." (Luke
1:51-52). Gott entschied sich die Menschheit durch die demütigste aller
jungen Frauen zu betreten. Im Evangelium ist ihre Rolle bescheiden und
zurückhaltend. Ihre Größe kommt nicht durch ihre großen Worte und Taten
zum Ausdruck, sondern eher durch ihren leisen Glauben und ihr Gehorsam
zum Wort Gottes und ihre Treue wenn sie Jesus heranzieht und
sich gänzlich für seine Person und sein Werk hingibt. Aber mit
prophetischer Vorraussicht hat sie auch vorhergesehen, daß Gott ihr
einen erhabenen Platz in der Heilsgeschichte geben würde, als sie
sagte: "alle Generationen werden mich gesegnet nennen." (Lk.
1:48).
Mit Hilfe des Buchs der Offenbarung können wir uns ein
Bild von Marias
hervorgehobener Rolle machen. In einer himmlischen Vision sieht
Johannes, wie die Bundeslade im himmlischen Tempel erscheint.(Ofb.
11:19). Unmittelbar danach sieht er eine "eine Frau, mit der
Sonne bekleidet; der Mond war unter ihren Füßen und ein Kranz von zwölf
Sternen auf ihrem Haupt. Sie war schwanger und schrie vor Schmerz in
ihren Geburtswehen. ...Sie gebar ein Kind, einen Sohn, der über alle
Völker mit eisernem Zepter herrschen wird."
(Ofb. 12:1-2,5). Dieses Kind
ist der Messias Jesus, und seine Mutter, die Frau, ist Maria, Tochter
Israels und Mutter der Kirche. Sie ist auch die Frau, deren Saat den
Kopf der Schlange zertreten würde, wie es Gott nach dem Sündenfall von
Adam und Eva versprochen hat. (Gen. 3:15). Maria spielt eine
Schlüsselrolle im geistigen Kampf gegen den Teufel: " Da geriet der
Drache in Zorn über die Frau und er ging fort, um Krieg zu führen mit
ihren übrigen Nachkommen, die den Geboten Gottes gehorchen und an dem
Zeugnis für Jesus festhalten." (Ofb. 12:17). Wer sind
"ihre[n]
übrigen Nachkommen"? Das sind wir. Maria ist unsere Mutter,
die
uns liebt;
unser Vorbild und unsere Fürsprecherin. Sie betet für uns und hilft uns
auf dem Weg in den Himmel. Sie nimmt nicht den Platz Jesu ein, sondern
führt uns zu ihm. Indem wir ihrem Vorbild der Demut, des Gehorsams, der
Treue, der Heiligkeit und der Liebe folgen, werden wir ihr und Jesus
immer ähnlicher.
In der katholischen Kirche werden sie in die
vollständige
Gemeinschaft mit Gottes menschlicher Familie mit hineingenommen, deren
Mutter und Modell Maria ist. Sie ist die Tochter Israels, die Mutter
des
Messias und die Mutter der Kirche.
{mospagebreak title=Ausserhalb der Kirche gibt es keine
Erlösung}
Ein elfter Grund: "Ausserhalb der Kirche gibt es keine
Erlösung"
Nachdem wir zwölf Gründe dafür in die katholische Kirche
einzutreten
aufgelistet haben, lohnt es sich noch einen elften Grund zu
untersuchen, der sich logisch aus den ersten zehn Gründen herleitet:
Die Kirche ist für unsere Rettung notwendig.( Auch wenn dieser Satz
richtig verstanden werden sollte.) Einige der Kirchenväter haben dies
in einem sehr direkten Wort ausgedrückt. Cyprian aus Karthago,
zum Beispiel, schrieb im dritten Jahrhundert:
"Auf ihn[Petrus] baut [der Herr] die Kirche,
und ihm gibt
er den Befehl, die Schafe zu füttern...er berief einen einzigen Stuhl,
und er errichtete durch seine eigene Autorität einen Ursprung und einen
immanenten Grund für diese Einheit... Wenn jemand heutzutate nich an
der Einheit Petris festhält, kann er sich dann vorstellen, daß er
immernoch am Glauben festhält? Falls er den Stuhl Petri verlassen
[sollte], auf den die Kirche erbaut worden ist, kann er immer noch
sicher sein, daß er in der Kirche ist?" (Hl. Cyprian aus
Karthago, De unit. 4; [A.D. 251])
"Wer die Kirche nicht als Mutter hat, kann Gott nicht zum Vater
haben." (Hl. Cyprian, De unit. 6: PL 4,
519)
Bedeutet dies, daß jeder der nicht formal katholisch
ist, selbst die
gläubigen Christen, nicht gerettet werden können? Nein. Wie
wir
oben gesehen haben, wenn Sie ein getaufter Christ sind, Sind sie schon
in einer partiellen Gemeinschaft mit der katholischen Kirche und
sie tauchen in die rettende Macht Jesu ein, die er seiner
Kirche
anvertraut
hat.
Objektiv gesehen ist die eine katholische Kirche, die
Jesus
gegründet hat und an die er die Fülle der Wahrheit und der Gnade
gegeben hat notwendig für die Erlösung: "Darum können jene Menschen
nicht gerettet werden, die sehr wohl wissen,
daß die katholische Kirche von Gott durch Jesus Christus als eine
notwendige gegründet wurde, jedoch nicht in sie eintreten oder in ihr
ausharren wollen." Wie
ist diese von den Kirchenvätern oft wiederholte Aussage zu
verstehen? Positiv formuliert, besagt sie, daß alles Heil durch die
Kirche, die sein Leib ist, von Christus dem Haupt herkommt:
„
Darum können jene Menschen nicht gerettet werden, die sehr wohl wissen,
daß die katholische Kirche von Gott durch Jesus Christus als eine
notwendige gegründet wurde, jedoch nicht in sie eintreten oder in ihr
ausharren wollen "(KKK 846).
In anderen Worten, wenn der Heilige Geist ernsthaft jemandem die
Wahrheit der katholischen Kirche aufdeckt, er aber willentlich und
hartnäckig der Führung des Herrn widersteht um in sie einzutreten, dann
kann er wirklich seine Erettung in Gefahr bringen.
Subjektiv gesehen ist der Herr jedoch gnädig und wird
diejenigen,
die sich der erlösenden Natur der Kirche Christi nicht bewußt sind,
durch kein Fehlen ihrerseits- und dies betrifft die meisten
nicht-katholischen Gläubigen (die schon in einer partiellen,
unvollkommenen
Gemeinschaft mit der Kirche stehen) und die Position der
katholischen Kirche nicht kennen:
„Wer nämlich das Evangelium Christi und
seine Kirche ohne Schuld nicht kennt, Gott jedoch aufrichtigen Herzens
sucht und seinen durch den Anruf des Gewissens erkannten Willen unter
dem Einfluß der Gnade in den Taten zu erfüllen versucht, kann das ewige
Heil erlangen." (KKK 847)
Zuallerletzt ist es Jesus, der uns rettet. Die
Hauptfrage hier ist: wie
rettet er uns? Ist es genug, an ihn zu glauben? Es gibt
hinreichende Beweise aus der hl. Schrift*
die erklären, daß der Glaube allein nicht ausreichend ist und daß wir
auch aufgrund unserer Werke beurteilt werden. Jesus hat auch die
Wichtigkeit getauft zu sein wiederholt (Mk. 16:16), "sein
Fleisch
zu essen und sein Blut zu trinken" (Jh. 6:53-54), und sich der
Autorität seiner Apostel zu unterwerfen (Mt. 16:19, 18:18, Lk. 10:16,
Jh. 20:23) sowie seine Vergebung und das ewige Leben zu empfangen. Dies
bedeutet, daß die Fülle der Gaben Jesu an die katholische Kirche
anvertraut worden ist. Dies bedeutet jedoch nicht, daß Katholiken im
Vergleich zu nicht-katholischen Gläubigen gegenüber Gott automatisch
eine Vorrangstellung innehaben. Ganz im Gegenteil, Katholiken, die die
Fülle der Wahrheit und Gnade empfangen haben, haben eine größere
Verantwortung Früchte für das Königreich hervorzubringen: "Wem viel
gegeben wird, von dem wird auch viel erwartet." Es gibt viele
Nicht-Katholiken, die ein erstaunliches Leben voll Glauben, Hoffnung
und
Liebe leben. Gott wird sicherlich nicht verpassen sie zu entlohnen,
vorbehalten, daß sie bis zum "Ende ausharren", auch wenn sie, durch
kein
eigenes Verschulden, den Weg in die katholische Kirche nicht
finden.
Will Gott, dass jeder katholisch wird?
Zu welcher Schlußfolgerung kommen wir mit all dem? Dass
Gott will,
daß jeder katholisch wird, damit alle Zugang zu der Fülle seines Segens
und seiner Gnade haben! Die Kirche lehrt:
"Um alle seine Kinder, die die Sünde
voneinander getrennt und in die Irre geführt hat, von neuem zu
vereinen, wollte der
Vater die ganze Menschheit in die Kirche seines Sohnes berufen.
Die Kirche ist der Ort, an dem die Menschheit ihre Einheit und ihr Heil
wiederfinden soll. Sie ist die „versöhnte Welt". Sie ist das Schiff,
„das da sicher auf hoher See fährt, mit den Segeln am Mastbaum des
Kreuzes, die sich blähen im Sturmwind des Heiligen Geistes". "Nach
einem anderen bei den Kirchenvätern beliebten Bild wird sie durch die
Arche Noachs dargestellt, die allein aus der Sintflut rettet."
(KKK 845)
Solch eine Botschaft ist gewiß in unserer Gesellschaft,
die durch
religiösen Relativismus und politscher Korrektheit bestimmt wird nicht
populär. Sie mögen denken, daß die Welt sehr langweilig sein würde,
wäre jeder katholisch. Aber dies ist nicht wahr: die Tatsache, daß Gott
daran interessiert ist, daß jeder zur Fülle der Wahrheit und der
Rettung gelangt heißt nicht, daß er Eintönigkeit mag. Im Gegenteil, die
Einheit der Kirche läßt der großen Vielfalt der Völker, Kulturen,
Bräuche und Traditionen der Welt vollen Raum zur Entfaltung. "Der große
Reichtum solch einer Vielfalt steht nicht im Widerstreit mit der
Einheit der Kirche." Von Anfang an weist
indes diese eine Kirche eine große Vielfalt auf. Diese rührt einerseits
von der Unterschiedlichkeit der Gaben Gottes her, andererseits von der
Vielzahl der sie empfangenden Menschen. In der Einheit des Gottesvolkes
kommen die Verschiedenheiten der Völker und Kulturen zusammen. Unter
den Gliedern der Kirche besteht eine Vielfalt von Gaben, Aufgaben,
Lebensbedingungen und Lebensweisen; „in der kirchlichen Gemeinschaft
gibt es zu Recht Teilkirchen, die über eigene Überlieferungen verfügen"
(LG 13). Der große Reichtum an Vielfalt steht der Einheit der
Kirche nicht entgegen, sondern die Sünde und ihre Folgen belasten und
bedrohen diese Gabe der Einheit unablässig. Darum mahnt uns Paulus,
„die Einheit des Geistes zu wahren durch das Band des
Friedens" (KKK 814). Und "die katholische
Kirche lehnt nichts ab, was wahr und heilig in [anderen] Religionen
ist" (NA 2).
So gibt es auch weiten Raum für evangelikale, charismatische
und
sogar jüdische Spiritualität und Gebet innerhalb der einen, heiligen,
katholischen und apostolischen Kirche.
Also... Wo liegt hier der Haken?
An dieser Stelle mögen Sie sich fragen: "Wenn die
katholische Kirche
so viel zu bieten hat...dann muss es doch irgendwo einen Haken geben?
Es scheint zu gut um
wahr zu sein." Hier einige Einwände die Sie aufbringen könnten::
Ich habe die Geschichte der katholischen Kirche
studiert und weiß,
daß Katholiken grausame Dinge in der Vergangenheit getan haben...
Dies
ist wahr. Niemand leugnet, daß die Kirche aus Sündern besteht von denen
einige furchtbare Skandale gemacht haben. Papst Johannes Paul II.
selbst hat die Kirche eingeladen "sich
der Sünde ihrer Kinder noch mehr bewußt zu werden. “Die Kirche ist
eingeladen, "sich stärker der Schuld ihrer Söhne und Töchter bewusst zu
werden" und er ermutigt sie “sich durch Reue von Irrungen,
Treulosigkeiten, Inkonsequenzen und Verspätungen zu reinigen” (Erinnern und Versöhnen, die Kirche und die
Verfehlungen in ihrer Vergangenheit, Teil 1.3).
Aber durch die Jahrhunderte hinweg hat die Kirche auch unzählige,
außergewöhnliche Heilige hervorgebracht, die das Leben und
die
Lehre der Kirche treu ausgelebt haben. Sie sind wahre Kinder der Kirche
die die Natur der Kirche am besten widerspiegeln ein Sakrament Christi
in der Welt zu sein. Trotz der Fehler und der Schwäche der Katholiken
bleibt die Kirche dennoch die Quelle und der Ursprung des Lebens und
der Liebe Christi die er sich wünscht, dir zu geben.
Die katholische Kirche will das Leben der Menschen
kontrollieren...
Ganz ehrlich gesagt, 99.9999% Prozent der Katholiken,
inklusive der
Priesterschaft wird nie wissen, daß sie in die Kirche eingetreten sind.
Der Papst bekommt keine Listen mit Namen der letzten "Fänge" der
Kirche. Die Kirche ist nicht daran interessiert, irgendwen zu
kontrollieren; im Gegenteil, sie ist an der Rettung der Welt
interessiert, im Gehorsam zu dem Auftrag ihres Gründers zu "gehen und
Jünger aus allen Nationen zu machen", um "die Menschen an der
Gemeinschaft teilhaben zu lassen, die zwischen dem Vater und dem Sohn
im Geist der Liebe besteht" (KKK 850)
und sich von der Sünde und dem Tod ab, und der Freude und Hoffnung auf
das ewige Leben entgegenwenden.
Ich kenne viele Katholiken die lauwarm oder nicht
einmal gläubig
sind. In der Freikirche finde ich viel mehr Leben und Glauben.....
Es ist wahr, daß es oft so scheint, daß viele
Nicht-Katholiken einen
viel sprüherenden Glauben haben als die Mehrheit der Katholiken. Diese
Gläubigen
verdienen Lob für ihren lebendigen Glauben, ihre Hoffnung und ihre
Nächstenliebe. Genauso wahr ist es, daß viele Katholiken es nötig haben
evangelisiert zu werden und sich zurück auf Gott zu bekehren. Aber das
ändert nichts an der Tatsache, daß man, wenn man ausserhalb der Kirche
bleibt einige der wichtigsten Gaben, die Christus uns gegeben hat,
ausläßt, wie wir oben gesehen haben.
Ich war in ein paar katholischen Kirchen wo der
Priester langweilig
ist. Ich werde durch seine Predigten nicht geistig aufgebaut und
manchmal frage ich mich ob er überhaupt glaubt...
Traurigerweise ist es wahr, daß es Priester gibt, die
keine guten
Prediger sind, die ihren eigenen, persönlichen Glauben
verloren haben oder aktiv von der Lehre der Kirche abweichen. Dies ist
in der Tat ein Tragödie, und wir müssen für diese Priester beten und
sie, falls notwendig, evangelisieren. Es ist auch tragisch, daß es
einige gibt, die die Lehre und das Wort Gottes nicht effektiv predigen.
Manchmal kann man eine andere katholische Kirche in der Umgebung mit
einem besseren Priester finden. Falls dies nicht möglich ist, auch wenn
solch eine Situation in der Tat eine ernste Sache ist, ist es wichtig
zu wissen daß sogar ein "böser Priester" durch die Kirche die
Macht hat, die Sakramente gültig zu spenden. Deshalb ist es nicht ganz
korrekt zu sagen, daß Sie geistig "nicht aufgebaut" werden, denn sogar
ein
"langweiliger Priester" kann in der Beichte die Freisprechung von der
Sünde geben und Ihnen den Leib und das Blut des Herrn in der hl. Messe
reichen. Was die Lehre und das Predigen angeht, ist es wichtig, die
Heilige Schrift und die Lehre der Kirche gut zu kennen, wie sie
im Katechismus der Katholischen Kirche
(und dem Kompendium) zusammengefaßt ist. Es
gibt außerdem zahlreiche Bücher und Lehrmaterial im Internet zu finden,
wie zum Beispiel den Online
Kurs der Katholiken für Israel, durch den sie mehr über die
Heilige Schrift und den katholischen Glauben lernen können.
Ich bin Jüdisch. Ich werde meinen jüdischen Glauben und
mein jüdisches Erbe niemals verraten...
"Sie können nicht jüdischer sein, als ein Katholik zu
sein!"
Untersuche diesen Website um Antworten darauf zu finden,
warum der
katholische Glaube das Judentum erfüllt ohne es abzuschaffen und wie
Sie voll und ganz katholisch und gleichzeitig ein treuer Jude
sein können. Untersuchen Sie die folgenden Artikel und Unterlagen:
Was wird es mich kosten?
Auf welche Hindernisse und Schwierigkeiten
werden Sie auf dem
"Heimweg" stoßen, falls Sie beginnen, darüber nachzudenken der
katholischen Kirche
beizutreten?
Es kostet etwas katholisch zu werden. Sie werden viel
Demut, einen
offenen Geist, und höchstwahrscheinlich die Bereitschaft ihre alten
Vorurteile loszulassen sowie ein tiefes, gebetsreiches Verlangen nach
der Fülle dessen was Gott für Sie bereitgestellt hat brauchen. Sie
werden viel beten und sorgfältig studieren müssen. Sie werden Mut,
Geduld und Beharrlichkeit brauchen, vor und nach Ihrer Taufe und/oder
Ihrer formalen Aufnahme in die Kirche um "bis zum Ende auszuharren."
Sie mögen auf mangelndes Verständnis, Ablehnung und Verfolgung seitens
ihrer Familie, ihren Freunden und ihrer gegenwärtigen
Glaubensgemeinschaft treffen. Oder, Sie mögen auf fehlende Ermutigung
oder sogar Apathie seitens der Katholiken stoßen, die Ihren Glaubensweg
und den Preis, den er Sie gekostet hat, nicht
nachvollziehen können.
Der Weg zu Gott ist mit Schwierigkeiten bedeckt, aber er
ist auch
von Gottes unendlicher Gnade und alles umhüllender Liebe für
Sie
umgeben. Er ruft Sie zu einem Leben der selbst- aufgebenden
Liebe. Er ruft
Sie zu sich. Werden Sie seinem Ruf folgen?
Was nun?
Wenn Sie fühlen, daß Gott sie in die katholische Kirche ruft:
- Bauen Sie eine Beziehung mit Gott auf. Beten Sie
täglich -
Reden Sie mit ihm und bitten sie ihn Sie in seine Wahrheit und sein
Licht zu führen.
- Studieren Sie den katholischen Glauben, entweder mit
Hilfe von Katholiken für
Israel, oder durch katholische Materialien (siehe Links).
- Besuchen sie die hl. Messe in einer katholischen
Kirche in
Ihrer Nähe und informieren Sie sich über katholische Gebete und
Liturgie.
- Treffen Sie sich mit gläubigen Katholiken, die ihren
Glauben
lieben und kennen und Ihnen helfen können auf Ihrem Weg zu Gott
vorwärtszuschreiten.
- Reden Sie mit einem Priester über Ihren Wunsch
katholisch zu
werden. Prüfen Sie genau was er sagt und stellen Sie sicher, daß er der
Kirche treu ist. Wenn Sie finden, dass er von irgendeiner Lehre wie sie
im Katechismus
gelehrt wird abweicht, oder Ihnen sagt, daß Sie nicht wirklich
katholisch werden
müssen, verlassen Sie ihn und suchen Sie einen anderen Priester.
Möge der Herr Sie segnen und sie auf ihrem Weg zu Gott bewahren!
Zur weiteren Lektüre
Wenn Sie kein Christ sind und nicht an Jesus glauben,
werden Sie vielleicht interessiert sein Folgendes zu lesen:
Wenn Sie jüdisch sind, untersuchen Sie die folgenden
Artikel und Materialien:
Um mehr über die katholische Kirche und wie man
katholisch werden kann zu erfahren, klicken sie hier:
Sind Sie ein evangelikaler Christ oder ein messianischer
Jude? Falls
dies so ist, neigt Ihr Glaube eher zum Unglauben, Liberalismus,
Fundamentalismus oder Katholizismus? Lesen Sie mehr darüber: Die Tendenzen des
Evangelikalismus
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