Der Messias im Tanach KFI
Der Messias im Tanach (dem alten Testament)
im Licht der rabbinischen Schriften
Einführung:
Wenn Sie nach "messianischen Verheißungen" im Internet
suchen,
werden Sie hunderttausend Treffer finden. Dies ist nicht
überraschend, denn die Verwendung von Prophezeihungen aus dem alten
Testament um zu zeigen, daß Jesus der Messias ist, ist das älteste
apologetische Hilfsmittel der Christenheit - ein Mittel- welches Jesus
selbst anwandte, als der seinen Nachfolgern und auch seinen Gegnern
verkündete:
"Wenn ihr Mose glauben würdet, müsstet ihr auch mir
glauben; denn über mich hat er geschrieben." (Jh. 5:46)
"Alles muss in Erfüllung gehen, was im Gesetz des Mose, bei den
Propheten und in den Psalmen über mich gesagt ist." (Lk 24:44)
Die Autoren des Neuen Testamentes folgten dem Beispiel ihres
Meisters und zitierten häufig aus dem Alten Testament um zu zeigen, wie
Jesus die Verheißungen Gottes an Israel erfüllt. Die Kirchenväter und
spätere christliche Apologeten vom Mittelalter bis zum heutigen Tag
argumentieren mit Hilfe derselben Methode.
Dem Messias wird jedoch im modernen
rabbinischen
Judentum nicht viel Aufmerksamkeit geschenkt. Eine wage Hoffnung
darauf, daß der Messias eines Tages kommen und Israel erlösen würde
blieb bestehen. Doch die meisten Juden sind sich der Fülle und der
Tiefe der messianischen Prophezeihungen, die in der hebräischen Bibel
zu
finden sind, nicht bewußt. Oft werden sie überrascht, wenn ein
christlicher Missionar ihnen zum ersten Mal vom leidenden Gottesknecht
aus Jesaja 53 erzählt, und zeigt, wie dieser leidende Gottesknecht in
der Tat
Jesus ist, der litt und starb um die Sünden seines Volkes zu sühnen.
Dagegen erwidern die jüdische Apologeten, daß die Christen
die
Worte
des Tanachs aus ihrem Zusammenhang herausnehmen um sie künstlich an das
Leben Jesu "anzupassen" würden, während die Propheten doch über etwas
ganz
anderes redeten. Sie nämlich lesen Jesaja 53 als beziehe er sich
auf Israel, dem Knecht Gottes und nicht auf den Messias, wie die
Christen es traditionsgemäß angenommen haben. Das Ergebnis endet oft in
endloser, biblischer und apologetischer Polemik über die richtige
Interpretation.
Ein sehr brauchbares Mittel zum Erfassen des
ursprünglichen
Kontext der altestamentarischen Prophezeihungen ist
die antike jüdische Literatur; die Apokryphen (z.B. die Bücher
Enoch), aramäische Targumim (frühe Übersetzungen der Bibel ins
aramäische), die Midraschim und der Talmud. Selbst spätere Bücher, wie
zum Beispiel die mittelalterliche jüdischen Bibel Kommentare oder die
mystische Zohar
können sehr hilfreich sein. Der Babylonische Talmud
selbst sagt: "alle Propheten prophezeiten nur für die Tage des
Messias."(Berakhoth 34b). Eine weise Anwendung dieser jüdischer Quellen
kann uns sehr helfen um festzustellen, ob die umstrittenen Passagen des
alten Testaments sich auf den Messias beziehen.
In diesem
Artikel werden wir sehen, daß viele jüdischen Quellen die
Prophezeihungen der hebräischen Schriften darin bestätigen und wie sie
die
Identität des Messias Israels mit besonderer Klarheit darstellen und
wie sie zeigen, daß die eine Person in der Geschichte des Volkes Gottes
die am besten in die Beschreibung der Propheten paßt, tatsächlich Jesus
von Nazareth ist.
Der Messias wird der Same einer Frau sein
AT Prophezeihung:
Feindschaft setze ich zwischen
dich und die
Frau, zwischen deinen Nachwuchs und ihren Nachwuchs.
Er
trifft dich am Kopf und du triffst ihn an der Ferse.
(Gen.
3:15)
Kommentar:
Diese Passage berichtet über die Feindschaft zwischen der
Schlange,
die Adam und Eva gerade zur Sünde verführt hat, und eine geheimnisvolle
Frau und ihr Nachwuchs (hebr.wörtl: Same), der der Schlange den Kopf
zertreten wird. Beide, der
Targum Jonathan und der Jerusalem Targum bringen diese Passage mit den
Tagen des Messias in Verbindung, der kommen wird und am Ende der Tage
den Menschen Frieden bringen wird.
“Und sie [die Söhne der Frau] werden schließlich
Frieden geben in den Tagen des Messias-Königs.” (Gen 3:15, Targum
Jonathan)
“Sie werden am Ende Frieden machen, am nahen Ende der Tage, in den
Tagen des Messias-Königs.” (Gen 3:15, Jerusalem
Targum)
Auf den ersten Blick hin erscheint diese Prophezeihung über
den
Messias der der "Same der Frau" ist, bedeutungslos - denn wird nicht
jeder von einer Frau geboren? Auch erscheint diese Idee merkwürdig, da
der Same gewöhnlich vom Vater kommt. So könnte diese Passage
möglicherweise darauf hinweisen, daß derjenige, der den Kopf der
Schlage
zertreten wird seinen menschlichen "Samen" von seiner Mutter
anstatt seinem Vater erhalten wird. Jesus, der ohne
menschlichen
Vater "von
einer Frau geboren" wurde, (der Jungfrau Maria) war in der Tat der
"Same der Frau" der gekommen ist, um die alte Schlange zu besiegen (1
Joh. 3:8, Ofb, 19:19-21) und Frieden zwischen Juden und den Menschen
aus den Nationen zu schaffen, wie es im Epheserbrief geschrieben steht.
Das 12. Kapitel des Buches der Offenbarung gibt uns ein lebendiges Bild
von der Frau, ihrem Samen dem Messias, und ihrem Kampf gegen die
Schlange:
Erfüllung im NT:
Als aber die Zeit erfüllt war,
sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und dem Gesetz
unterstellt,
(Gal 4:4)
Denn
er ist unser Friede. Er vereinigte die beiden Teile (Juden und Heiden)
und riss durch sein Sterben die trennende Wand der Feindschaft
nieder. Er hob das Gesetz samt seinen Geboten und Forderungen
auf,
um die zwei in seiner Person zu dem einen neuen Menschen zu machen. Er
stiftete Frieden und versöhnte die beiden durch das Kreuz mit Gott in
einem einzigen Leib. Er hat in seiner Person die Feindschaft
getötet. (Eph 2:14-16)
Dann erschien ein großes
Zeichen am Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet; der Mond war
unter ihren Füßen und ein Kranz von zwölf Sternen auf ihrem
Haupt. Sie war schwanger und schrie vor Schmerz in ihren
Geburtswehen... Und sie gebar ein Kind, einen Sohn, der über
alle
Völker mit eisernem Zepter herrschen wird ...Er wurde gestürzt, der
große Drache, die alte Schlange, die Teufel oder Satan heißt und die
ganze Welt verführt; der Drache wurde auf die Erde gestürzt und mit ihm
wurden seine Engel hinabgeworfen.... Da geriet der Drache in
Zorn
über die Frau und er ging fort, um Krieg zu führen mit ihren übrigen
Nachkommen, die den Geboten Gottes gehorchen und an dem Zeugnis für
Jesus festhalten. (Ofb. 12:1-17)
Der Messias wird ein Sohn Abrahams sein
AT Prophezeihung:
Der Engel des Herrn rief
Abraham...und
sprach: Ich habe bei mir geschworen - Spruch des Herrn: Weil
du
das getan hast ... will ich dir Segen schenken in Fülle und deine
Nachkommen zahlreich machen wie die Sterne am Himmel und den Sand am
Meeresstrand. Deine Nachkommen sollen das Tor ihrer Feinde
einnehmen. Segnen sollen sich mit deinen Nachkommen alle Völker der
Erde... (Gen. 22:15-18)
Kommentar:
Gott hat Abraham versprochen, daß seine Nachkommen ein Segen
für die
ganze Erde und extrem zahlreich sein würden. Der Midrash beschreibt,
wie diese Nachkommen sich in den Tagen des Messias zahlreich vermehren
werden, der selbst ein Nachfahre Abrahams sein wird:
“In den Tagen des Messias wird Israel vergleichbar
sein mit dem Sand des Meeres.” (Bamidbar Rabbah 2) (cf.
Santala,
41)
Jesus war ein Nachkomme Abrahams. Durch Jesus wurde die
Verheißung
für Abraham auf alle Nationen ausgeweitet; durch ihn haben Millionen
Christen den Gott Israels kennengelernt und die geistigen Segensgaben
empfangen, die ER an Abraham verheissen hat.
Erfüllung im NT:
Stammbaum Jesu Christi, des
Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams: (Mt. 1:1)
Abraham
und seinem Nachkommen wurden die Verheißungen zugesprochen. Es heißt
nicht: «und den Nachkommen», als wären viele gemeint, sondern es wird
nur von einem gesprochen: und deinem Nachkommen; das aber ist
Christus. (Gal. 3:16)
Der Messias wird ein Nachkomme Jakobs sein:
AT Prophezeihung:
Ich sehe ihn, aber nicht
jetzt, ich
erblicke ihn, aber nicht in der Nähe: Ein Stern geht in Jakob
auf, ein Zepter erhebt sich in Israel. Er
zerschlägt Moab
die Schläfen und allen Söhnen Sets den Schädel.
Edom wird
sein Eigentum, Seïr, sein Feind, wird sein Besitz. Israel aber
wird mächtig und stark. Aus Jakob steigt einer herab und
vernichtet alles, was aus der Stadt entkam. (Num. 24:17-19)
Kommentar:
Die aramäischen Targumim bestätigen, daß der "Stern Jakobs"
der Messias sein wird:
Ich sehe ihn, aber nicht jetzt, Ich fasse ihn, aber
er ist
nicht nahe; wenn ein König aus Jakob hervorkommt und zum Messias über
Israel gesalbt wird, wird er die Fürsten Moabs vernichten und über alle
Menschenkinder herrschen; (Num 24:17, Targum Onkelos)
...aber wenn der mächtige König aus dem Haus Jakobs herrschen wird und
zum Messias gesalbt wird, und ein mächtiges Zepter Israels innehaben
wird, wird er die Prinzen Moabs vernichten... (Num 24:17, Targum
Jonathan)
Jesus war tatsächlich ein Sohn Jakobs und ein Sohn Israels:
Erfüllung im NT:
Jesus… Sohn Jakobs,
Sohn Isaaks, Sohn Abrahams.... (Lk 3:34)
Der Messias wird aus dem Stamm Juda kommen
AT Prophezeihung:
Nie weicht von Juda
das Zepter, der
Herrscherstab von seinen Füßen, bis der kommt, dem er gehört,
dem
der Gehorsam der Völker gebührt.
(Gen 49:10)
Kommentar:
Diese Passage zeigt uns, daß ein mysteriöser "Shiloh" aus dem
Stamm
Juda hervorkommen wird und über sein Volk herrschen wird. Aber woher
wissen wir, daß sich dies auf den Messias bezieht? Die Targumim, die
Midraschim und der Talmud zeigen, daß dieser "Shiloah" der Name des
Messias ist, der aus dem Stamm Juda hervorkommen wird:
Die Weitergabe der Herrschaft soll nicht vom Haus
Judah
weichen, noch der Schreiber von seinen Kindeskindern, für immer, bis
der Messias kommt, dem das Königreich gehört, und dem die Nationen
gehorchen werden. (Gen. 49:10-12, Targum Onqelos)
Könige und Herrscher sollen nicht aufhören aus dem Haus Jakobs zu
kommen, noch Schriftgelehrte aus seinem Samen, die die jüngsten seiner
Söhne die Thora lehren, bis zu der Zeit wenn der Messias-König kommen
wird, und wegen ihm werden Nationen dahinschmelzen....Wie wunderschön
ist der Messias-König, der vorgesehen wurde, aus dem Haus Jakobs
hervorzukommen...Wie wunderschön sind die Augen des Messias-König, so
klar wie Wein! (Gen 49.10-12, Targum Jonathan)
Das Zepter wird nicht von Judah genommen werden...bis Shilo ('er')
kommt, dies ist der Messias-König...'Judas Zepter' bedeutet
die
große Synagoge, das Sanhendrion, welches zerstört wurde und welches
aufgelöst worden ist...bis der Shilo kommt.
(Bereshit Rabbah 98) (siehe Santala, s.50)
Was ist der Name des Messias-Königs?..Der HERR (JHWH - יהוה) ist
sein Name, denn Jer. 23.6 sagt, "Dies ist der Name, wie der genannt
werden wird: Der HERR unsere Gerechtigkeit (יהוה צדקנו)... SHILOH ist
sein Name, denn in Gen.. 49:10 steht geschrieben, 'bis Shiloh kommt'... (Klagelied
Rabbah 1:16 (on Lam. 1:15-17); see also Sanhedrin 98b)
Jesus erfüllte
diese
Prophezeihung, da er aus dem Stamm Juda kam. Dazu kommt, daß diese
Prophezeihung und der dazugehörige Midrasch uns über den
Zeitpunkt des Kommens des Messias informieren. Denn der Stamm Juda muß
seine Identität und seine Genealogie beibehalten bis der Messias kommt,
bevor das Zepter (die Herrschaft) von dem Stamm weicht. Tatsächlich
haben die Juden ihre Genealogie bis zur Zeit Jesu beibehalten, doch
kurze Zeit darauf verloren, nachdem im Jahr 70 A.D. der Tempel zerstört
wurde. Rabbi Rahmon deutete diesen nationalen Niedergang als den
Verlust des Zepters Juda, welcher in Genesis 49 erwähnt wird, und er
brachte seine Sorge darüber zum Ausdruck, daß der Messias schon vorher
hätte erscheinen sollen:
"Als die Mitglieder des Sanhendrion entdeckten, daß
die
Rechte über Leben und Tod aus ihren Händen genommen worden war wurden
sie von einer allgemeinen Bestürzung erfaßt. Sie bedeckten ihre Köpfe
mit Asche und ihre Körper mit Sacktüchern und riefen: 'Wehe!
Das Zepter Judas
wurde uns genommen und der Messias ist noch nicht gekommen.'" (cf.
Santala, s.103)
Erfüllung im NT:
Jesus… der Sohn Judas. (Lk
3:23, 33)
Gesiegt
hat der Löwe aus dem Stamm Juda, der Spross aus der Wurzel Davids; er
kann das Buch und seine sieben Siegel öffnen. (Ofb. 5:5)
Der Messias wird ein Nachfahre Davids sein
AT Prophezeihung:
“Seht, es kommen Tage - Spruch
des Herrn -
da werde ich für David einen gerechten Spross erwecken. Er wird als
König herrschen und weise handeln, für Recht und Gerechtigkeit wird er
sorgen im Land. In seinen Tagen wird Juda gerettet werden, Israel kann
in Sicherheit wohnen. Man wird ihm den Namen geben: DER HERR (JHWH) IST
UNSERE GERECHTIGKEIT." (Jer 23:5-6)
Kommentar:
Die Prophetie spricht von einem bestimmten Nachkommen Davids,
der
ein "Zweig der Gerechtigkeit" sein wird, und ein König, der Juda und
Israel retten wird und der "JHWH ist unsere Gerechtigkeit"
(יהוה
צדקנו) heißen wird. Der Talmud berichtet, daß die Rabbis Shmuel Ben
Nahman
(260 AD) und Abba Bar Kahana (300 AD) zu dem Schluß kamen, daß dieser
Name Gottes "JHWH ist unsere Gerechtigkeit" nichts anderes
ist
als der "Name des Messias" (Baba Bathra 75b, cf. Santala, s.64).
Jesus, dessen Name "Rettung" bedeutet, erfüllt diese Prophetie als Sohn
Davids, der gekommen ist um sein Volk von der Sünde zu erretten:
Erfüllung im NT:
Stammbaum Jesu Christi, des
Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams: (Mt 1:1)
“Da
sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei
Gott Gnade gefunden. Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn
wirst
du gebären: dem sollst du den Namen Jesus geben.Er wird groß sein und
Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron
seines Vaters David geben. Er wird über das Haus Jakob in
Ewigkeit
herrschen und seine Herrschaft wird kein Ende haben.” (Lk 1:30-33)
Der Messias wird von einer Jungfrau geboren werden.
AT Prophezeihung:
Darum wird euch der Herr von
sich aus ein Zeichen geben: Seht, die Jungfrau (almah) wird ein
Kind empfangen, sie wird einen Sohn gebären und sie wird ihm den Namen
Immanuel (Gott mit uns) geben. (Jes. 7:14)
Kommentar:
Um das Jahr 735 B.C.verhieß der Prophet Jesaja Ahaz, dem König
Judäas, daß eine junge Frau, eine Jungfrau einen Sohn gebären würde,
dessen Name "Emanuel" sein würde, das heißt "Gott mit uns". Das
hebräische Wort für Jungfrau is almah,
und bedeutet "junge, unverheiratete Frau" und bezieht sich normaler
Weise auf eine Jungfrau. Wenn auch der hebräische Text mehrere
Deutungen zuläßt, so läßt die Septuaginta
(die griechische Übersetzung
des Alten Testaments, die im 3. Jahrhundert vor Christus von Juden in
Alexandria angefertigt wurde) keinen Zweifel zu. Dort wird almah mit dem
griechischen Wort parthenos
übersetzt,
was nur "Jungfrau" bedeuten kann.
Falls irgendein Zweifel bleibt, daß der Text sich hier auf eine
Jungfrau bezieht, mögen wir uns fragen: Was wäre das Besondere daran,
daß eine junge Frau ein Kind auf die Welt bringen würde nachdem
sie eine normale Beziehung mit einem Mann gehabt hatte? Dies wäre
überhaupt kein Zeichen sondern eine ganz gewöhnliche Begebenheit.
Deswegen ist es plausibel, daß der Prophet wirklich eine wunderbare
Jungfrauengeburt angekündigt hat.
Wir bekannt ist, empfing Maria Jesus, während sie noch eine
Jungfrau war:

Erfüllung im NT:
"Er wird über das Haus Jakob
in Ewigkeit
herrschen und seine Herrschaft wird kein Ende haben. Maria
sagte
zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne? Der
Engel antwortete ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die
Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind
heilig und Sohn Gottes genannt werden." (Lk 1:30-35)
Siehe auch:
Juden für Jesus: Almah: Jungfrau
oder junges Mädchen?
Der Messias wird in Bethlehem geboren werden
AT Prophezeihung:
Darum
gibt der Herr sie preis, bis die Gebärende einen Sohn geboren hat. Dann
wird der Rest seiner Brüder heimkehren zu den Söhnen Israels. (Mic 5:2)
Kommentar:
Der Prophet Micha verkündete, daß ein Herrscher aus ewiger
Herkunft
in Bethlehem geboren werden würde und in Israel herschen würde. Der
Targum Jonathan erkennt in diesem Herrscher den Messias und übersetzt
Micha 5:2 so: "aus dir wird der Messias hervorkommen." Wir
werden auch unten sehen wie Rabbi David Qimhi in dieser
Passage den Messias-König erkennt und ihn "Gott" nennt.
Wie Micha prophezeite wurde Jesus in Bethlehem, der Stadt
Davids geboren:
Erfüllung im NT:
So zog auch Josef von der
Stadt Nazaret in
Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Betlehem heißt; denn
er war aus dem Haus und Geschlecht Davids. Er wollte sich
eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind
erwartete. Als sie dort waren, kam für Maria die Zeit ihrer
Niederkunft, (Lk 2:4-6)
Der Messias wird in Galiläa seinen Dienst tun
AT Prophezeihung:
Das
Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein helles Licht; über denen, die im
Land der Finsternis wohnen, strahlt ein Licht auf. Du erregst
lauten Jubel und schenkst große Freude. Man freut sich in
deiner
Nähe, wie man sich freut bei der Ernte, wie man jubelt, wenn
Beute
verteilt wird. (Jes. 9:1-2)
Kommentar:
Jesaja prophezeite, daß ein großes Licht im "Galiläa der
Völker"
scheinen würde. Es ist von Bedeutung, daß Jesus in Nazareth welches in
liegt Galiläa
heranwuchs und den größten Teil seines öffentlichen Dienstes in dieser
Region ausübte, dem Galiläa der Völker, wo Heiden sich stark
mit den
Juden vermischt hatten, weit weg vom Zentrum der jüdischen Religion in
Jerusalem.
Erfüllung im NT:
Als
Jesus hörte, dass man Johannes ins Gefängnis geworfen hatte, zog er
sich nach Galiläa zurück. Er verließ Nazaret, um in Kafarnaum zu
wohnen, das am See liegt, im Gebiet von Sebulon und
Naftali. Denn
es sollte sich erfüllen, was durch den Propheten Jesaja gesagt worden
ist: Das Land Sebulon und das Land Naftali, die Straße am
Meer,
das Gebiet jenseits des Jordan, das heidnische Galiläa: das Volk, das
im Dunkel lebte, hat ein helles Licht gesehen; denen,
die im
Schattenreich des Todes wohnten, ist ein Licht erschienen.
..."
(Mt. 4:12-16)
Der Messias wir ein Prophet wie Moses sein
AT Prophezeihung:
Einen
Propheten wie mich wird dir der Herr, dein Gott, aus deiner Mitte,
unter deinen Brüdern, erstehen lassen. Auf ihn sollt ihr hören. (Deut.
18:15)
Einen Propheten wie dich will ich ihnen mitten unter
ihren Brüdern erstehen lassen. Ich will ihm meine Worte in den Mund
legen und er wird ihnen alles sagen, was ich ihm auftrage. (Deut.
18:18)
Kommentar:
Im Buch Deuteronomium steht, daß Gott einen weiteren Propheten
wie
Moses hervorbringen wird und im Targum Jonathan steht, daß
dieser
neue Prophet durch den Heiligen Geist hervorgebracht wird:
“Der Herr euer Gott wird durch den heiligen Geist aus
eurer
Mitte einen Propheten hervorbringen, der wie ich sein wird....einen
Propheten werde ich unter euren Brüdern hervorbringen, durch den
heiligen Geist."
(Targum Jonathan) (Santala, s.58)
Der Midrash über das Buch Kohelet erwähnt einen
"letzten
Retter" der, wie der erste Befreier Mose, einen Esel reiten würde und
seinem Volk Brot und lebendiges Wasser reichen würde:
“So wie es einen ersten Erlöser gegeben hat, so wird
es
einen letzten geben. So wie über den ersten Erlöser gesagt wird (Ex
4:20), daß
‘er seine Frau und seine Söhne nahm und sie auf einen Esel setzte’, so
wird über den letzten Erlöser gesagt, daß ‘Er bescheiden ist und auf
einem Esel reitet’ (Sach.
9:9). So wie der erste Erlöser Manna besorgte (Ex 16), wie geschrieben
steht, ‘Siehe, ich werde Brot vom Himmel auf Euch fallen lassen,’ so
wird der letzte Erlöser, wie geschrieben steht (Ps 72:16), ‘Laß das
Land voll von Getreide sein.’ So wie der erste Erlöser eine Quelle
öffnete, so wird der letzte Erlöser Wasser bereitstellen, so wie
geschrieben steht (Joel 3:18), ‘Eine Quelle wird aus dem Haus des Herrn
fließen ’” (Midrash
Qoheleth Rabbati 1)
Die Jünger Jesu erkannten in ihm den Propheten, den Moses
angekündigt hatte. Auch brachte Jesus auch Brot aus dem Himmel für sein
Volk und versprach, daß er für sie die "Wasserquelle die zum ewigen
Leben führen würde" sein würde.
Erfüllung im NT:
"Wir haben den gefunden, über
den Mose im
Gesetz und auch die Propheten geschrieben haben: Jesus aus Nazaret, den
Sohn Josefs." (Jh. 1:45)
"Wenn ihr Mose glauben würdet, müsstet ihr auch mir glauben; denn über
mich hat er geschrieben.." (Jh. 5:46)
Als
die Menschen das Zeichen sahen, das er getan hatte, sagten sie: Das ist
wirklich der Prophet, der in die Welt kommen soll..” (Jn 6:14)
“Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Nicht
Mose hat euch das Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch
das wahre Brot vom Himmel. Denn das Brot, das Gott gibt, kommt vom
Himmel herab und gibt der Welt das Leben.... Jesus antwortete ihnen:
Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern,
und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben.” (Jh. 6:32-35)
“Jesus antwortete ihr: Wer von diesem Wasser trinkt,
wird wieder Durst bekommen; wer aber von dem Wasser trinkt,
das
ich ihm geben werde, wird niemals mehr Durst haben; vielmehr wird das
Wasser, das ich ihm gebe, in ihm zur sprudelnden Quelle werden, deren
Wasser ewiges Leben schenkt.” (Jh. 4:13-14)
Siehe auch:
Juden für Jesus: Ein Prophet wie Moses
Der Messias wird Wunder wirken
AT Prophezeihung:
Dann
werden die Augen der Blinden geöffnet, auch die Ohren der
Tauben
sind wieder offen. Dann springt der Lahme wie ein
Hirsch, die
Zunge des Stummen jauchzt auf. In der Wüste brechen Quellen hervor und
Bäche fließen in der Steppe. (Jes. 35:5-6):
Kommentar:
Ein Zeichen für das Kommen des Gottesreiches ist
die Heilung der Kranken und die Befreiung des Gottesvolkes aus den
Fesseln, die sie bedrücken. Die Kranken zu heilen, den Blinden das
Augenlicht zu geben und das Reden der Stummen waren ein Kernpunkt des
Dienstes Jesu:

Erfüllung im NT:
Damals heilte Jesus viele
Menschen von
ihren Krankheiten und Leiden, befreite sie von bösen Geistern und
schenkte vielen Blinden das Augenlicht. (Lk 7:21)
Da schickte er seine Jünger zu ihm und ließ ihn
fragen: Bist du der, der kommen soll, oder müssen wir auf einen andern
warten? Jesus antwortete ihnen: Geht und berichtet Johannes, was ihr
hört und seht: Blinde sehen wieder und Lahme gehen; Aussätzige
werden rein und Taube hören; Tote stehen auf und den Armen wird das
Evangelium verkündet. (Mat 11:2-5)
Der Messias wird ein Hirte für das Volk Gottes sein
AT Prophezeihung:
"Ich
setze für sie einen einzigen Hirten ein, der sie auf die Weide führt,
meinen Knecht David. Er wird sie weiden und er wird ihr Hirt
sein. Ich
selbst, der Herr, werde ihr Gott sein und mein Knecht David wird in
ihrer Mitte der Fürst sein. Ich, der Herr, habe gesprochen.
Ich
schließe mit ihnen einen Friedensbund: Ich rotte die wilden Tiere im
Land aus. Dann kann man in der Steppe sicher wohnen und in den Wäldern
schlafen." (Hes. 34:23-25)
"Mein Knecht David wird ihr König sein und sie werden
alle einen einzigen Hirten haben. Sie werden nach meinen
Rechtsvorschriften leben und auf meine Gesetze achten und sie erfüllen.
Sie werden in dem Land wohnen, das ich meinem Knecht Jakob gegeben habe
und in dem ihre Väter gewohnt haben. Sie und ihre Kinder und
Kindeskinder werden für immer darin wohnen und mein Knecht David wird
für alle Zeit ihr Fürst sein." (Hes. 37:24-25)
Kommentar:
Gott versprach seinem Volk einen davidischen Hirten, der sie
leiten
und weiden würde. Beide RaDaQ (Rabbi David Qimhi) und Rashi sagen über
Hesekiel 34 daß "mein Schäfer David" der Messias sei. RaDaQ sagt auch
über die Prophetie in Hesekiel 37, daß "mein Schäfer David" sich auf
den Messias-König bezieht. Er heißt David, weil er aus dem Sproß (hebr. "Samen")
Davids
abstammt. (cf. Santala, s.177)
Jesus, der Sohn Davids, nannte sich selbst "den guten Hirten"
der
gekommen ist, um seine Schafe zu sammeln und sein Leben für sie zu
geben:
Erfüllung im NT:
“ Ich bin der gute Hirt. Der
gute Hirt gibt
sein Leben hin für die Schafe.... Ich bin der gute Hirt; ich
kenne
die Meinen und die Meinen kennen mich, wie mich der Vater
kennt
und ich den Vater kenne; und ich gebe mein Leben hin für die
Schafe. Ich habe noch andere Schafe, die nicht aus diesem
Stall
sind; auch sie muss ich führen und sie werden auf meine Stimme hören;
dann wird es nur eine Herde geben und einen Hirten. (Jh. 10:11, 14-16)
Der Messias wird ein Licht für die Heiden sein
AT Prophezeihung:
An jenem Tag wird es der
Spross aus der
Wurzel Isais sein, der dasteht als Zeichen für die Nationen;
die
Völker suchen ihn auf; sein Wohnsitz ist prächtig. (Jes.
11:10)
Und
er sagte: Es ist zu wenig, dass du mein Knecht bist, nur um
die
Stämme Jakobs wieder aufzurichten und die Verschonten Israels
heimzuführen. Ich mache dich zum Licht für die Völker; damit
mein
Heil bis an das Ende der Erde reicht. (Jes. 49:6, siehe auch Jes.
42:1,6)
Kommentar:
Ein anderes Zeichen des messianischen
Zeitalters ist, daß alle Völker den Gott Israels erkennen und huldigen
werden. Auch wenn der Dienst Jesu ursprünglich auf die Juden
gerichtet war, so hat er die Heiden , die an ihn
glaubten und seine Erlösung erbaten nie weggeschickt . Am Ende seiner
Zeit befahl er
seinen Jüngern loszuziehen und aus allen Völkern Jünger für ihn zu
machen:
Erfüllung im NT:
Von dort zog sich Jesus in das
Gebiet von Tyrus und Sidon zurück. (Mt. 15:21)
"Darum
geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft
sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen
Geistes..." (Mt. 28:19)
"Gott hat also auch den Heiden die Umkehr zum Leben geschenkt."
(Apg. 11:18)
Der Messias wird auf einem Esel in die Stadt Jerusalem
hineinreiten
AT Prophezeihung:
Juble
laut, Tochter Zion! Jauchze, Tochter Jerusalem! Sieh, dein König kommt
zu dir. Er ist gerecht und hilft; er ist demütig und reitet auf einem
Esel, auf einem Fohlen, dem Jungen einer Eselin. (Sach. 9:9)
Kommentar:
Der
Talmud und der Midrasch bestätigen, daß der König, der auf einem
Esel in Jerusalem einziehen wird der Sohn Davids und der
Erlöser
sein würde:
“Der Sohn Davids wird in einer Generation kommen, die
entweder ganz und gar gerecht, oder ganz böse sein wird...Wenn sie
gerecht sind, wird er auf einer Wolke kommen, wenn nicht, wird er in
Demut kommen und auf einem Esel reitend." (Sanhedrin 97b)
(siehe.
Santala, s.55)
“So wie es einen ersten Erlöser gab, so wird es auch einen letzten
geben. So wie gesagt worden ist, daß der erste Retter "seine
Frau
und seine Söhne nahm und sie auf einen Esel setzte" (Ex.4:20), so wird
vom letzten Erlöser gesagt, "er ist demütig und reitet auf einem Esel."
(Sach.9:9). (Midrash Qoheleth Rabbati 1) (siehe Santala,
s.59)
Tatsächlich ritt Jesus auf einem Esel in die Stadt Jerusalem
hinein,
als ein Zeichen der Demut und der Unterwerfung, aber auch als Zeichen
seiner messianischen Königswürde:
Erfüllung im NT:
und
sagte zu ihnen: Geht in das Dorf, das vor euch liegt; dort werdet ihr
eine Eselin angebunden finden und ein Fohlen bei ihr. Bindet sie los
und bringt sie zu mir! Und wenn euch jemand zur Rede stellt,
dann
sagt: Der Herr braucht sie.…” (Mt. 21:2-3)
Der Messias wird der verworfene Eckstein sein
AT Prophezeihung:
Darum
- so spricht Gott, der Herr: Seht her, ich lege einen Grundstein in
Zion, einen harten und kostbaren Eckstein, ein Fundament, das sicher
und fest ist: Wer glaubt, der braucht nicht zu fliehen."
(Jes.
28:16)
Der Stein, den die Bauleute verwarfen, er ist zum
Eckstein geworden. Das hat der Herr vollbracht, vor unseren Augen
geschah dieses Wunder.
(Ps. 118:22-23)
Er wurde verachtet und
von den Menschen gemieden, ein Mann voller Schmerzen, mit
Krankheit vertraut. Wie einer, vor dem man das Gesicht
verhüllt, war er verachtet; wir schätzten ihn nicht. (Jes.
53:3)
Kommentar:
Jesaja
und der Psalmist sprechen von einem Eckstein, der verworfen wurde.
Rashi, der Jesaja 28:16 und Micha 5:2 kommentiert, bestätigt, daß der
verworfene Eckstein von Psalm 118 der Messias ist der ursprünglich
verworfen wurde, obwohl er der Eckstein der Erlösung ist.
"Siehe, ich habe ein Fundament gelegt...und so muß es
interpretiert werden: Siehe, Ich bin er, der schon [einen Stein in
Zion] gelegt hat, eine Verlautbarung ist vor mir verkündet worden, und
ich habe einen Messias-König aufgerichtet, der in Zion wie
ein
אֶבֶן בּוֹחֵן, einen Stein der Festung, ein Ausdruck der Festung
und Stärke sein wird." (Rashi über Isa 28:16)
"Und aus Dir, Bethlehem Ephratah... aus dir wird für mich der Messias
erscheinen, der Sohn Davids, und so sagt die Schrift (Ps. 118:22): “Der
Stein den die Bauleute verwarfen ist zum Eckstein geworden.” (Rashi
über
Micha 5:2)
Jesus, der Messias, Erlöser und Eckstein Israels wurde von
seinem eigenen Volk verworfen:
Erfüllung im NT:
Der
Menschensohn muss vieles erleiden und von den Ältesten, den
Hohenpriestern und den Schriftgelehrten verworfen werden; er wird
getötet werden, aber am dritten Tag wird er auferstehen. (Lk 9:22, Mt
21:42-43)
Kommt zu ihm, dem lebendigen Stein, der von den
Menschen verworfen, aber von Gott auserwählt und geehrt worden ist....
Denn es heißt in der Schrift: Seht her, ich lege in Zion einen
auserwählten Stein, einen Eckstein, den ich in Ehren halte; wer an ihn
glaubt, der geht nicht zugrunde. Euch, die ihr glaubt, gilt
diese
Ehre. Für jene aber, die nicht glauben, ist dieser Stein, den die
Bauleute verworfen haben, zum Eckstein geworden,zum Stein, an den man
anstößt, und zum Felsen, an dem man zu Fall kommt.” (1 Ptr.
2:4-8)
Der Messias wird für 30 Silberstücke verkauft
AT Prophezeihung:
Ich
sagte zu ihnen: Wenn es euch recht scheint, so bringt mir meinen Lohn;
wenn nicht, so lasst es! Doch sie wogen mir meinen Lohn ab, dreißig
Silberstücke. Da sagte der Herr zu mir: Wirf ihn dem Schmelzer
hin! Hoch ist der Preis, den ich ihnen wert bin. Und ich nahm die
dreißig Silberstücke und warf sie im Haus des Herrn dem Schmelzer
hin.(Sach. 11:12-13)
Kommentar:
Der Preis, den man für Jesus Verrat zahlte war derselbe Preis
wie
der Preis eines Sklaven, 30 Silberstücke (siehe Ex. 21:32) - derselbe
Betrag der nach Sacharia auf das Töpferfeld gebracht wurde.
Erfüllung im NT:
Darauf ging einer
der Zwölf namens Judas Iskariot zu den Hohenpriestern und sagte: Was
wollt ihr mir geben, wenn ich euch Jesus ausliefere? Und
sie zahlten ihm dreißig Silberstücke.Von da an suchte er nach einer
Gelegenheit, ihn auszuliefern. (Mt. 26:14-16)
Als nun Judas, der
ihn verraten hatte, sah, dass Jesus zum Tod verurteilt war, reute ihn
seine Tat. Er brachte den Hohenpriestern und den Ältesten die dreißig
Silberstücke zurück...Da warf er die Silberstücke in den Tempel; dann
ging er weg und erhängte sich. Die Hohenpriester nahmen die
Silberstücke
und sagten: Man darf das Geld nicht in den Tempelschatz tun; denn es
klebt Blut daran. Und sie beschlossen, von dem Geld den Töpferacker zu
kaufen als Begräbnisplatz für die Fremden. Deshalb heißt
dieser
Acker bis heute Blutacker. So erfüllte sich, was durch den
Propheten Jeremia gesagt worden ist: Sie nahmen die dreißig
Silberstücke - das ist der Preis, den er den Israeliten wert war -”
(Mat 27:3-9)
Der Messias wird von seinen Freunden verraten werden
AT Prophezeihung:
Verderben hat sich über ihn
ergossen; wer einmal daliegt, steht nicht mehr auf (Ps. 41:9)
Kommentar:
Der
Psalm beschreibt den armen, gerechten Mann, der ungerechter Weise von
viel Übel bedrückt wird und von seinen engsten Freunden verraten wird.
Dasselbe geschah mit Jesus, der von seinem Jünger Judas verraten wurde:
Erfüllung im NT:
Der Verräter
hatte mit ihnen ein Zeichen verabredet und gesagt: Der, den ich küssen
werde, der ist es; nehmt ihn fest. Sogleich ging er auf Jesus
zu
und sagte: Sei gegrüßt, Rabbi! Und er küsste ihn. (Mt
26:48-49)
Der Messias wir schwach und demütig sein
AT Prophezeihung:
Er
schreit nicht und lärmt nicht und lässt seine Stimme nicht auf
der
Straße erschallen. Das geknickte Rohr zerbricht er
nicht und
den
glimmenden Docht löscht er nicht aus; ja, er bringt wirklich
das
Recht. (Jes. 42:2-3)
Er wurde misshandelt und niedergedrückt, aber er tat
seinen Mund nicht auf. Wie ein Lamm, das man zum Schlachten
führt, und wie ein Schaf angesichts seiner
Scherer, so tat
auch er seinen Mund nicht auf. (Jes. 53:7)
Kommentar:
Damals
wie auch heute erwartete das Volk Israel einen triumphierenden Messias,
der sie durch eigene Körperkraft von ihren Feinden befreien würde.
Jesaja jedoch kündigte einen schwachen, demütigen Messias an der
schweigen würde, auch wenn er zu unrechtmäßigem Leiden gezwungen und
"wie ein Lamm zur Schlachtbank geführt" wurde. Genauso hat auch Jesus
auf die ungerechten Anklagen und das Todesurteil reagiert:
Erfüllung im NT:
Da stand der Hohepriester auf
und fragte Jesus: Willst du nichts sagen zu dem, was diese Leute gegen
dich vorbringen? Jesus aber schwieg.... (Mt. 26:62-63)
"Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.." (Lk .23:34)
Der Messias wird geschlagen und bespuckt werden
AT Prophezeihung:
Ich
hielt meinen Rücken denen hin, die mich schlugen, und denen, die mir
den Bart ausrissen, meine Wangen. Mein Gesicht verbarg ich
nicht
vor Schmähungen und Speichel.(Jes. 50:6)
Kommentar:
Die
Juden haben in dem leidenden Gottesknecht oft Israel gesehen. Jedoch
hat der Knecht die Züge und Eigensschaften einer Einzelperson
die gefoltert und gedemütigt wird, so wie Jesus es wurde.
Erfüllung im NT:
Dann spuckten sie ihm ins
Gesicht und schlugen ihn. Andere ohrfeigten ihn. (Mt 26:67)
Der Messias wird durchbohrt werden
AT Prophezeihung:
Sie durchbohren mir Hände und
Füße. (Ps 22:17)
Doch
über das Haus David und über die Einwohner Jerusalems werde ich den
Geist des Mitleids und des Gebets ausgießen. Und sie werden auf den
blicken, den sie durchbohrt haben. Sie werden um ihn klagen, wie man um
den einzigen Sohn klagt; sie werden bitter um ihn weinen, wie man um
den Erstgeborenen weint. (Sach. 12:10)
Kommentar:
Psalm 22 beschreibt nach dem jüdische Kommentator M. D.
Cassuto, "einen Mann der an Körper und Seele gefoltert wurde," und der
von Gott und allen Menschen verlassen wurde. Auf hebräisch steht hier
"wie ein Löwe (כארי, ka'ari) meine Hände und meine Füße" - was nicht
sehr viel Sinn macht und was möglicher Weise eine Verdrehung der
alternativen Leseweise "sie durchbohrten (כארו, ka'aru) meine Hände und
meine Füße."
Die Plausibilität der zweiten Version wird dadurch gestärkt,
daß
in der Septuaginta (die jüdische Übersetzung der Bibel ins griechische
aus dem 3. Jahrhundert v. Chr.) steht "sie durchbohrten."
Dies zeigt, daß die übliche Übersetzung, die in der
christlichen
Bibel zu finden ist: "sie durchbohrten mir Hände und Füße keine
christliche Manipulation des Texts ist sondern von einer jüdischen
Übersetzung abgeleitet wurde, und den ürsprünglichen Text vielleicht
authentischer wiedergibt als "wie ein Löwe." Es wird angenommen, daß
man beim Kopieren den letzten Buchstaben, das Vav (כארו, ka'aru),
verkürzte, so daß es zu einem
Iota (כארי, ka'ari) wurde.
Sacharja 12:10 ("Und sie werden auf den blicken, den sie
durchbohrt haben.") bezieht sich nach dem Talmud auf den "Messias, den
Sohn Josephs":
Erfüllung im NT:
Als Jesus gekreuzigt wurde, wurden seine Hände und Füße mit
Nägeln
durchbohrt. Direkt nachdem er gestorben war, durchbohrte ein römischer
Soldat seine Seite mit einem Speer:
Sie kamen zur Schädelhöhe;
dort kreuzigten sie ihn... (Lk 23:33)
... einer der Soldaten stieß mit der Lanze in seine Seite, und
sogleich floß Blut und Wasser heraus.
(Jh. 19:34)
Siehe auch:
Juden für Jesus: messianisch jüdische
Interpretationen von Sacharia 12:10
Die Menschen werfen das Los um sein Gewand
AT Prophezeihung:
Sie verteilen unter sich meine Kleider und werfen das Los um
mein Gewand. (Ps. 22:19)
Kommentar:
Das Werfen des Loses um die Kleider des gepeinten Mannes aus
Psalm 22
beschreibt genau wie die römischen Soldaten das Los-Werfen um die
Gewänder
Jesu bei seiner Kreuzigung geworfen haben.:
Erfüllung im NT:
Nachdem sie ihn gekreuzigt
hatten, warfen sie das Los und verteilten seine Kleider unter
sich. (Mt. 27:35)
Nachdem
die Soldaten Jesus ans Kreuz geschlagen hatten, nahmen sie seine
Kleider und machten vier Teile daraus, für jeden Soldaten einen. Sie
nahmen auch sein Untergewand, das von oben her ganz durchgewebt und
ohne Naht war. Sie sagten zueinander: Wir wollen es nicht zerteilen,
sondern darum losen, wem es gehören soll. So sollte sich das
Schriftwort erfüllen: Sie verteilten meine Kleider unter sich und
warfen das Los um mein Gewand. Dies führten die Soldaten
aus (Jh.
19:23-24)
Dem Messias wird Essig und Galle zu Trinken gereicht
AT Prophezeihung:
.Die
Schande bricht mir das Herz, ganz krank bin ich vor Schmach; umsonst
habe ich auf Mitleid gewartet, auf einen Tröster, doch ich habe keinen
gefunden. Sie gaben mir Gift zu essen, für den Durst reichten sie mir
Essig. (Ps 69:21f.)
Kommentar:
Psalm
69 beschreibt die ungerechte Bedrängnis des Gerechten der "ohne Grund
gehaßt wird" (v.4) und Galle zu Essen und Essig zu trinken bekam, so
wie Jesus am Kreuz.
Erfüllung im NT:
Und sie gaben ihm Wein zu
trinken, der mit Galle vermischt war; als er aber davon gekostet hatte,
wollte er ihn nicht trinken.
(Mt 27:34)
Der Messias wird um unserer Sünden willen geopfert werden
AT Prophezeihung:
Aber
er hat unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen.
Wir meinten, er sei von Gott geschlagen, von ihm getroffen und
gebeugt. Doch er wurde durchbohrt wegen unserer
Verbrechen, wegen
unserer Sünden zermalmt. Zu unserem Heil lag die Strafe auf
ihm, durch seine Wunden sind wir geheilt.Wir hatten uns alle
verirrt wie Schafe, jeder ging für sich seinen Weg. Doch der
Herr
lud auf ihn die Schuld von uns allen. Er wurde misshandelt und
niedergedrückt, aber er tat seinen Mund nicht auf. Wie ein
Lamm,
das man zum Schlachten führt, und wie ein Schaf angesichts
seiner
Scherer, so tat auch er seinen Mund nicht auf. Durch Haft und Gericht
wurde er dahingerafft, doch wen kümmerte sein Geschick? Er wurde vom
Land der Lebenden abgeschnitten und wegen der Verbrechen seines Volkes
zu Tode getroffen. (Jes. 53:4-8)
Kommentar:
Juden sehen in dem leidenden Gottesknecht aus Jesaja 53
gewöhnlich
das Volk Israel, die für die anderen Nationen leiden müssen um für ihre
Sünden zu sühnen. Dies ist promblematisch, da ein Sühneopfer perfekt
und ohne Makel sein muss, was weit von dem Bild Israels entfernt ist,
welches derselbe Prophet Jesaja macht, wo er Israel beizeiten wegen
seiner Sünde streng anklagt (vgl. Jes. 1) Einige jüdische Quellen
jedoch verbinden die Figur des Leidenden mit dem Messias.
Der Targum übersetzt Jesaja 52:13: “Siehe, mein Diener der
Messias wird gedeihen.”
Rashi, Radaq, Ibn Ezra, und der Talmud (Sukka 52b) sagen, dies
bezieht sich auf den Messias, den Sohn Josefs.
Der Midrash Tanhuma sagt: "dies ist der König, der
Messias, der hervorkommen wird und hoch erhoben wird, höher als
Abraham, größer als Mose, über den verehrenden Engeln."
Midrash Ruth, behandelt das Buch Ruth 2:14, und das
"messianische Mahl": "Die fünfte Interpretation von [Ruth 2:14] macht
einen Bezug zum Messias. Komm her, nähere dich dem königlichen Gemach.
Und iß von dem Brot bezieht
sich auf das Brot des Königstums, und tauche dein Brotstück in den
Essig bezieht sich auf sein Leiden, so wie gesagt wurde, denn er wurde verwunded wegen
unserer Überschreitungen. (Jes. 53:5). (Ruth Rabbah 5:6)
Rabbi Elia de Vidas schreibt: “So litt der Messias wegen
unserer
Sünden, und er wurde verwundet; wer nicht möchte, daß der Messias
wegen unserer Vergehen verwundet wird kann wählen selbst zu leiden und
seine eigenen Sünden zu tragen." (siehe. Santala, s.202)
Auch der Talmud verbindet den leidenden Gottesknecht mit dem
Messias: "Was ist der Name des Messias? ... die Rabbiner sagten: sein
Name ist "der Lehrer der Aussätzigen", so wie geschrieben steht: aber
er hat unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf
sich geladen. Wir hielten ihn für einen Aussätzigen, von Gott
geschlagen, von ihm gebeugt (Jes.
53:4). (Sanhedrin 98b)
Besonders beindrucksvoll ist dieses Gebet aus dem Mahzor
Rabbah, daß am Yom Kippur gebetet wird, dem großen Versöhnungstag:
“Dann, vor der Schöpfung hat er den Tempel und den
Messias
schon bereitgestellt...der Messias, unsere Gerechtigkeit, hat sich von
uns abgewandt, und kann keinen finden, der uns rechtfertigen kann. Das
Joch aus unseren Sünden und unseren Vergehen ist uns eine Last; und er
wurde wegen unserer Vergehen verletzt, er trug auf seinen Schultern
unsere Gleichgültigkeit; es gibt keine Vergebung für unsere Sünden;
Durch seine Wunden werden wir geheilt; es ist Zeit für immer
eine
neue Schöpfung zu schaffen...Er ist unser Gott, unser Vater, unser
König, er ist unser Erlöser und er wird uns ein zweites Mal befreien
und erlösen und uns seine Barmherzigkeit ein zweites Mal hören
lassen...." (Mahzor Rabbah für den Großen Tag der Versöhnung)
(Santala, s.207)
Das Neue Testament deutet Jesaja 53 als beziehe es sich auf
Jesus, das Paschalamm, daß für die Sünden der Welt geopfert wird:
Erfüllung im NT:
Nun war da ein
Äthiopier.... Er saß auf seinem Wagen und las den Propheten Jesaja:
"Wie
ein Schaf wurde er zum Schlachten geführt; und wie ein Lamm,
das
verstummt, wenn man es schert, so tat er seinen Mund nicht
auf. In
der Erniedrigung wurde seine Verurteilung aufgehoben. Seine
Nachkommen, wer kann sie zählen? Denn sein Leben wurde von der
Erde
fortgenommen." Der Kämmerer wandte sich an Philippus und
sagte:
Ich bitte dich, von wem sagt der Prophet das? Von sich selbst oder von
einem anderen? Da begann Philippus zu reden und ausgehend von diesem
Schriftwort verkündete er ihm das Evangelium von
Jesus. (Apg. 8:27-35)
... denn als unser Paschalamm ist Christus geopfert worden.(1 Kor. 5:7)
Jetzt aber ist er am Ende
der Zeiten ein einziges Mal erschienen, um durch sein Opfer die Sünde
zu tilgen. (Hebr. 9:26)
Siehe auch:
Juden für Jesus: messianisch jüdische
Interpretationen von Jesaja 53
Die Hoffnung Israels: Jesaja 53 nach
rabbinischer Deutung
Nicht einer seiner Knochen wird zerschlagen
AT Prophezeihung:
In einem Haus muss man es
essen. ... Und ihr sollt keinen Knochen des Paschalammes zerbrechen.
(Ex
12:46)
Der Gerechte muss viel leiden, doch allem wird der Herr ihn
entreißen. Er behütet all seine Glieder, nicht eines von ihnen wird
zerbrochen. (Ps. 34:20f.)
Kommentar:
Das Verbot dem Paschalamm die Knochen zu brechen, welches in
den
Psalmen wieder aufgenommen wird, wurde erfüllt, als die
Römer Jesu am Kreuz die Knochen nicht zerschlugen.
Erfüllung im NT:
Als sie aber zu Jesus kamen
und sahen, dass er schon tot war, zerschlugen sie ihm die Beine nicht.
(Jh. 19:33)
Der Messias wird von den Toten auferstehen
AT Prophezeihung:
Denn du gibst mich nicht der
Unterwelt preis; du lässt deinen Frommen das Grab nicht
schauen. (Ps. 16:10)
Kommentar:
Die
alte Hoffnung in die Auferstehung von den Toten, die David
im
Psalm 16 ausdrückt, blieb in Davids eigenem Leben noch unerfüllt, wie
es der Apostel Petrus den am Schavuottag in Jerusalem versammelten
Juden erklärte (Apg. 2). Die Auferstehung Christi jedoch,
erfüllt diese
Hoffnung und das Versprechen eines entgültigen Sieges gegen den Tod.
Erfüllung im NT:
Der Engel aber sagte zu den
Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, ihr sucht Jesus, den
Gekreuzigten.
Er ist nicht hier; denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat. (Mt
28:5-6)
Brüder,
ich darf freimütig zu euch über den Patriarchen David reden: Er starb
und wurde begraben und sein Grabmal ist bei uns erhalten bis auf den
heutigen Tag. Da er ein Prophet war und wusste, dass Gott ihm den Eid
geschworen hatte, einer von seinen Nachkommen werde auf seinem Thron
sitzen, sagte er vorausschauend über die Auferstehung des
Christus: Er gibt ihn nicht der Unterwelt preis und sein Leib schaut
die Verwesung nicht. Diesen Jesus hat Gott auferweckt, dafür
sind
wir alle Zeugen. (Apg. 2:29-32)
Der Messias wird in den Himmel auffahren
AT Prophezeihung:
Du
zogst hinauf zur Höhe, führtest Gefangene mit; du nahmst
Gaben
entgegen von den Menschen. Auch Empörer müssen wohnen bei Gott, dem
Herrn (Ps. 68:18)
Kommentar:
Der Psalm deutet an, daß Gott in den Himmel aufsteigen wird,
nachdem
er von seinem Ruhehort heruntergekommen ist um die Gefangenen
freizusetzen damit sie mit ihm sein können. Jesus erreichte dies in
seiner Himmelfahrt, und er bereitet im Reich seines Vaters einen Raum
für seine Nachfolger.
Erfüllung im NT:
...hätte
ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten?
Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme
ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo
ich bin.
(Jh. 14:2-3)
Als er das gesagt hatte, wurde er
vor ihren Augen emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf und entzog
ihn ihren Blicken. (Apg. 1:9)
Der Messias wird zur Rechten Gottes sitzen
AT Prophezeihung:
So spricht der Herr zu meinem
Herrn: Setze dich mir zur Rechten und ich lege dir deine
Feinde als Schemel unter die Füße.
(Ps 110:1)
Kommentar:
Wer sind die beiden Herrn die in diesem Psalm vorkommen? Der
Midrash
zu diesem Psalm erklärt, daß dies ein Dialog zwischen GOTT und dem
Messias ist:
“Setze Dich zu meiner Rechten,” – “sagt er zu dem
Messias, und sein Trohn wird vorbereitet in Gnade und er wird darauf
sitzen." (Midrash zu den Psalmen) (vgl. Santala, s.124)
Jesus behauptete, daß er derjenige war, der zur Rechten Gottes
sitzen würde:
Erfüllung im NT:
Jesus antwortete:... Von nun
an werdet ihr den Menschensohn zur Rechten der Macht sitzen und auf den
Wolken des Himmels kommen sehen. (Mt. 26:64)
Der Messias wird ein Priester nach der Ordnung des
Melkisedeks
sein
AT Prophezeihung:
Der Herr hat geschworen und
nie wird's ihn reuen: "Du bist Priester auf ewig nach der Ordnung
Melchisedeks.” (Ps. 110:4)
Kommentar:
Psalm 110 redet von einem mysteriösen Priester "nach der
Ordnung
Melchisedeks." Im Neuen Testament, steht im Hebräerbrief, wie das
aaronitische Priestertum zeitlich begrenzt und unwirksam, durch einen
neuen und größeren Priester "der gekommen ist, nicht aufgrund des
Gesetzes eines fleischernen Gebots, sondern aufgrund der Kraft des
ewigen Lebens" ersetzt wird (Hebr. 7:16). Jesus ist der ewige Hohe
Priester nach der Ordnung des Melchisedek.
Erfüllung im NT:
So hat auch Christus
sich nicht selbst die Würde eines Hohenpriesters verliehen, sondern
der, der zu ihm gesprochen hat: Mein Sohn bist du. Heute habe ich dich
gezeugt, wie er auch an anderer Stelle sagt: Du bist Priester auf
ewig nach der Ordnung Melchisedeks (Hebr. 5:5-6)
Wir haben einen Hohenpriester, der sich zur Rechten des
Thrones der Majestät im Himmel gesetzt hat, als Diener des
Heiligtums und des wahren Zeltes, das der Herr selbst aufgeschlagen
hat, nicht etwa ein Mensch. (Hebr. 8:1-2)
Die Ankunft des Messias wurde vorhergesagt
AT Prophezeihung:
Das Bildnis im Traum
Nebuchadnezzars (Dan. 2) und die vier Biester in Daniels Traum (Dan. 7)
repräsentieren vier Königreiche: Babylon, Medeopersien, Griechenland
und Rom. Zur Zeit des vierten Königreiches (Rom) "wird aber der Gott
des Himmels ein Reich errichten, das in Ewigkeit nicht untergeht;
dieses Reich wird er keinem anderen Volk überlassen. Es wird alle jene
Reiche zermalmen und endgültig vernichten; es selbst aber wird in alle
Ewigkeit bestehen.” (Dan 2:44)
Kommentar:
Der
Talmud berichtet wie nach 2000 Jahren der Thora die Zeit des Messias
für 2000 Jahre gekommen sein müßte, doch irgendwie sei etwas falsch
gelaufen.
"die Tradition des Elija lehrt, daß die Welt
sechstausend
Jahre lang existieren wird; in den ersten zweitausend (herrscht)
Trostlosigkeit, in den nächsten zweitausend wird die Thora
blühen
und die zweitausend danach sind die Tage des Messias; aber wegen
unserer
Sünden, die groß waren, sind die Dinge so gelaufen wie sie jetzt
sind..." (Sanhedrin 97a)
Nach der jüdischen Tradition wurde die Welt im Jahr 3761 vor
Christus geschaffen. Die
2000 Jahre der Trostlosigkeit hätten ungefähr bist 1761 vor Chr. dauern
sollen, und von dann an hätte das Zeitalter der Thora beginnen sollen
(nach konservativer Bibelchronologie, war der Exodus und die
Thoragebung um 1445 v. Chr. was relativ nah dran ist). Dann,
nach
2000 Jahren Thora, hätte das Zeitalter des Messias um 239 vor Chr.
beginnen und bis 2239 nach Chr. dauern sollen. Nach dem Talmud hätte
der Messias schon längst dasein sollen; in der Tat, gelangen wir in
Richtung des Endes der messianischen Zeit nach den Berechnungen des
Talmuds!
Erfüllung im NT:
Jesus kam und verkündete das
Reich Gottes zur Zeit der römischen Besatzung Judäas, innerhalb des
Zeitrahmens der Prophetie Daniels.
Vor der Zerstörung des Tempels wird der Messias umgebracht
werden
AT Prophezeihung:
...Von der Verkündigung des
Wortes über die Rückführung des Volkes und den Wiederaufbau Jerusalems
bis zur Ankunft eines Gesalbten, eines Fürsten, sind es sieben Wochen;
und zweiundsechzig Wochen... Nach den zweiundsechzig Wochen wird ein
Gesalbter umgebracht, aber ohne (Richterspruch). Das Volk eines
Fürsten, der kommen wird, bringt Verderben über die Stadt und das
Heiligtum. (Dan. 9:25-26)
Kommentar:
- Die Prophezeihung: 69 "Wochen" (x 7 Jahre) nach dem Befehl,
Jerusalem wieder aufzubauen, wird der Messias umgebracht, und dannach
wird die Stadt und das Heiligtum zerstört.
- Der Befehl Jerusalem wieder aufzubauen wird in Daniel 9:25
erwähnt. Der Befehl kam von König Artarxerxes von Persien am 1. Tag des
Monats Nissan (nach dem jüd. Kalender) im 20. Jahr seiner
Herrschaft. (Neh. 2:1-8)
- Artarxerxes begann seine Herrschaft im Jahr 465 v. Chr. Das
20.
Jahr seiner Herrschaft war 445 v. Chr. Der 1. Nissan
445 v.
Chr.=14. März 445 vor Chr.
- Daniels Prophetie sagt voraus, daß es 7+62=69 Wochen
zwischen dem
Befehl der Wiedererichtung Jerusalems und dem Kommen des Messias
liegen. (1 "Woche" = 7 Jahre).
- 69 “Woche” x 7 Jahre = 483 babylonian Jahre (ein
babylonisches Jahr = 360 Tage)
- 483 babylonische Jahre = 476 julianische Jahre +
21 Tage (1 julianisches Jahr = 365.25 Tage)
- 445 vor Chr. + 476 Jahre = 32 AD.
- 14. März 32 nach Ch. + 21 Tage = 4. April , 32
nach Chr. Dies
ist der Tag, an dem der Messias getötet werden sollte, nach der
Prophetie Daniels.
- Im Jahr 32 nach Chr. fiel das Pascha Fest
auf den 10. April. Wenn Jesus zum Peschafest dieses Jahres gekreuzigt
wrude, ist dies sehr nah an dem von Daniel vorhergesagten Zeitpunkt.
Selbst der Talmud spricht davon, wie die Opfer der Versöhnung
vierzig Jahre vor der Zerstörung des Tempels (d.h. 30 nach Chr., um die
Zeit der Kreuzigung) ihre Kraft verloren und sich die Tore des
Allerheiligsten sich von sich aus geöffnet hatten. Der Yoma Traktat
beschreibt wie der vorher gefärbte Strick, deram Yom Kippur zwischen
die Hörner des Bullock
gebunden wurde weiß wurde, was bedeutete, daß Gott Israel seine Sünden
vergeben hatte. Zur selben Zeit erlosch auch das westlichste Licht des
Kerzenhalters im Tempel, welches zuvor als Zeichen dafür, daß die
Schechina (Gegenwart Gottes) über Israel lag brannte.
Während der letzten vierzig Jahre vor der Zerstörung
des
Tempel kam das Los nicht in der rechten Hand hervor, noch wurde das
crimson-gefärbte Strick weiss, noch brannte das westlichste Licht; und
die Tore des Heiligtums öffneten sich von selbst. Da ermahnte sie Rabbi
Johanan Ben Zakkai, und sagte: "Tempel, warum bist Du so traurig? Ich
weiss über dich, daß du zerstört werden wirst." (Yoma 39b) (vgl.
Santala, s.105)
Es ist bemerkenswert, daß solche dramatischen Veränderungen im
Tempeldienst genau um die Zeit der Kreuzigung Jesu bemerkt wurden.
Erfüllung im NT:
Der Befehl Jerusalem
wiederaufzubauen wurde
im Jahr 445 vor Chr. von König Artaxerxes verkündet. (Neh. 2:1-8). 69
"Wochen" von 7 Jahre später bringt uns ins Jahr 32 nach Chr.
In
diesem Jahr wurde Jesus, der Messias gekreuzigt Zur gleichen
Zeit
als das Versöhnungsopfer seine Kraft verlor und kurz darauf (70 nach
Chr.) zerstörten die Römer den Tempel.I
Siehe auch:
Juden für Jesus: Der Messianische Zeitplan
nach dem Propheten Daniel
Der Messias muß zwei Missionen ausführen
AT Prophezeihung:
Der Geist Gottes, des Herrn,
ruht auf mir; denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich
gesandt, damit ich den Armen eine frohe Botschaft bringe und alle
heile, deren Herz zerbrochen ist, damit ich den Gefangenen die
Entlassung verkünde und den Gefesselten die Befreiung, damit
ich ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe, einen Tag der Vergeltung
unseres Gottes, damit ich alle Trauernden tröste.(Jes. 61:1-2)
Kommentar:
Jesaja bezieht sich hier auf die zwei Missionen des Messias:
Die erste besteht im Predigen, Heilen und Befreien aus den Fesseln und
darin, seine zweite Mission zu verkünden: den Tag des Gerichts, den
"Tag der Rache Gottes". Jesus hat seine erste Mission in
seinem eigenen Leben zuende gebracht und jetzt führt er sie durch die
Kirche weiter fort, die den Tag und die Stunde seiner Wiederkunft zum
Weltgericht erwartet.
Erfüllung im NT:
Blinde sehen wieder und Lahme
gehen; Aussätzige werden rein und Taube hören; Tote stehen auf und den
Armen wird das Evangelium verkündet. (Mt 11:5)
Der Menschensohn wird mit seinen Engeln in der Hoheit seines Vaters
kommen und jedem Menschen vergelten, wie es seine Taten verdienen (Mt
16:27)
Alle Völker werden dem Menschensohn huldigen
AT Prophezeihung:
Immer noch hatte ich
die nächtlichen Visionen: Da kam mit den Wolken des Himmels einer wie
ein Menschensohn. Er gelangte bis zu dem Hochbetagten und
wurde vor ihn geführt. Ihm wurden Herrschaft, Würde
und Königtum gegeben. Alle Völker, Nationen und
Sprachen müssen ihm dienen. Seine Herrschaft ist eine
ewige, unvergängliche Herrschaft.... (Dan 7:13-14)
Kommentar:
Daniels Menschensohn scheint mehr als nur ein Mensch zu sein,
denn
er erhält eine immerwährende Authorität über die ganze Welt und alle
Völker der Erde werden in verherrlichen.
Rashi schreibt, daß dieser Menschensohn der Messias-König ist.
(Rashi über Dan. 7:13).
Rabbi Saadia Gaon erklärt:
Er ist der Messias, unsere Gerechtigkeit; und steht
nicht
über den Messias geschrieben, "er ist demütig und reiet auf einem
Esel"? Er wird in Demut kommen, nicht stolz auf dem Rücken eines
Pferdes. In Bezug auf das "Kommen auf der Wolke" bezieht sich dies auf
die Heerschaaren der himmlischen Engel; und hier liegt die Größe die
der Schöpfer dem Messias gewähren wird." He is the Messiah Our
Righteousness; and is it not of
the Messiah that it is written, 'he is humble and rides on a donkey'?
He will come humbly, not proudly on horseback.
Regarding the 'coming with the clouds,' this concerns the
host of the heavenly angels; and here is the greatness which the
Creator will grant the Messiah." (Rabbi Saadia Gaon über Dan. 7)
In einer Vision ähnlich der des Daniel finden wir im Buch der
Offenbahrung Jesus, der über die ganze Schöpfung herrscht und von
allen Kreaturen verherrlicht wird:
Erfüllung im NT:
Würdig ist das Lamm, das
geschlachtet wurde, Macht zu empfangen, Reichtum und
Weisheit, Kraft und Ehre, Herrlichkeit und Lob. Und
alle Geschöpfe im Himmel und auf der Erde, unter der Erde und auf dem
Meer, alles, was in der Welt ist, hörte ich sprechen: Ihm, der auf dem
Thron sitzt, und dem Lamm gebühren Lob und Ehre und
Herrlichkeit und Kraft in alle Ewigkeit. Und die vier
Lebewesen sprachen: Amen. Und die vierundzwanzig Ältesten fielen nieder
und beteten an. (Ofb. 5:12-14)
Der Messias wird der "Sohn Gottes" genannt werden
AT Prophezeihung:
Warum toben die Völker, warum
machen die Nationen vergebliche Pläne? Die Könige der Erde stehen
auf, die Großen haben sich verbündet gegen den Herrn und
seinen Gesalbten... «Ich selber habe meinen König eingesetzt
auf Zion, meinem heiligen Berg.» Den Beschluss des Herrn will
ich kundtun. Er sprach zu mir: «Mein Sohn bist du. Heute habe
ich dich gezeugt. Fordre von mir und ich gebe dir die Völker
zum Erbe, die Enden der Erde zum Eigentum. Du wirst
sie zerschlagen mit eiserner Keule, wie Krüge aus Ton wirst du sie
zertrümmern.» Nun denn, ihr Könige, kommt zur Einsicht, lasst euch
warnen, ihr Gebieter der Erde! Dient dem Herrn in Furcht und küsst ihm
mit Beben die Füße, damit er nicht zürnt und euer Weg nicht in den
Abgrund führt.... (Ps 2)
Wer stieg zum Himmel hinauf und kam wieder herab? Wer sammelte den Wind
in seine Fäuste? Wer band das Wasser in ein Gewand? Wer setzte
fest alle Enden der Erde? Wie ist sein Name und wie der Name seines
Sohnes, wenn du es weißt?
(Spr. 30:4)
Kommentar:
Oft wird auf dogmatische Weise behauptet, daß Gott im Judentum
keinen Sohn hat. Aber dies ist nicht wahr. Psalm 2 bezieht sich auf den
"Gesalbten" (den Messias), der zweimal Sohn genannt wird, der die
Völker zu seinem Erbe erhalten wird. Die Midraschim über den Psalm
sehen in diese Figur den "der kommen wird", den " Messias König" vor
dem alle sich niderbeugen werden, und auch den "Menschensohn der auf
der Wolke kommt" aus dem Buch Daniel. (7:13).
Auch Rashi bringt den "Sohn" mit dem Messias in Bezug: "Unsere
Rabbiner haben gelehrt, daß dies den Messias-König betrifft, und in
Einklang mit dieser Interpretation kann es auch auf David selbst
angewandt werden." So macht es auch Ibn Ezra, der glaubt, der Psalm
bezieht sich auf das "Salben Davids zum König....oder
ansonsten
bezieht es sich auf den Messias." (vgl. Santala, s.119).
Der
Talmud stimmt darin überein und bringt diesen Psalm sogar mit den zwei
messianischen Traditionen des tiumphierenden Messias, dem Sohn Davids
und dem leidenden Messias dem Sohn Josephs in Verbindung:
"Die Rabbis haben gesagt, daß dies den Messias meint,
den
Sohn Davids, der in unserer Zeit schnell kommen soll. Der Heilige wird
zu ihm sagen: 'Bitte mich, und ich werde es dir geben.' so wie gesagt
wird...'an diesem Tag habe ich dich gezeugt, bitte mich, und ich werde
dir die Nationen zum Erbe geben.' Und weil er den Messias, den Sohn
Josephs sah, der getötet wurde....Ich werde dich um Nichts mehr bitten
als um das Leben..." (Sukka 52a) (vgl. Santala, s.120)
Die Zohar hängt eine Beschreibung des Sohnes "bar" an, eine
quasi-
trinitarische Darstellung die den Heiligen, seinen Sohn und seinen
Geist erwähnt:
“Du bist der gute Hirte; über dich wird gesagt, ‘Küss
den
Sohn.’Du bist groß hier unten, ein Lehrer Israels, der Herr der
dienenden Engel, der Sohn des Höchsten, möge sein Name gepriesen sein
und sein Heiliger Geist.” (Zohar, Teil III, s.307,
Amsterdam edition) (vg. Santala, s.121)
Erfüllung im NT:
Kaum war Jesus
getauft und aus dem
Wasser gestiegen, da öffnete sich der Himmel, und er sah den Geist
Gottes wie eine Taube auf sich herabkommen. Und eine Stimme
aus
dem Himmel sprach: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen
gefunden habe. (Mt
3:16-17)
Siehe auch:
Juden für Jesus: Der Sohn Gottes
Juden für Jesus:I st nach
rabbinischer Lehre Psalm 2 ein messianischer Psalm?
Der Messias existierte vor der Erschaffung der Welt
AT Prophezeihung:
Aber Du, Bethlehem
Ephrathah,
so klein unter den Gauen Judas, aus dir wird mir einer hervorgehen, der
über Israel herrschen soll. Sein Ursprung liegt in ferner Vorzeit, in
längst vergangenen Tagen. (Mich. 5:2)
Kommentar:
Diesen Vers Michas haben wir schon behandelt und
gesehen, wie
die Rabbiner ihn auf die Person des Messias bezogen. Aber ist der
Messias bloß ein Mensch? Micha sagt, daß sein Ursprung in der Ewigkeit
liegt. Rabbi David Qimhi kommentiert Micha 5:2 folgendermaßen:
Im messianischen Zeitalter wird gesagt werden, daß
sein
'Ursprung von Urzeit her ist, aus vergangener Zeit', 'aus Bethlehem'
bedeutet, daß er aus dem Hause Davids sein wird, denn es wird einen
langen Zeitraum zwischen David und dem Messias-König geben, er ist El
(Gott), dies ist wie er 'von alter Zeit her ist, von Vorzeiten.' (Qimhi
on Mic 5:2)
In Genesis 1:2 lesen wir: "Der Geist Gottes schwebte über dem
Wasser." Midrash Rabbah sagt in diesem Zusammenhang: "dies war der Geist des Messias" der
schon bei der Schöpfung zugegen war. (Bereshith
Rabbah 1:2, Santala, s.35)
Nach dem Talmud war der Name des Messias einer der sieben
Dinge die
ihm vor der Erschaffung der Welt gegeben wurden. (Pesahim 54a, Nedarim
39b) (siehe Santala, s.52)
Das Buch Henoch aus den Apokryphen sagt, daß der Messias vor
der
Erschaffung der Welt schon existierte:
In dieser Stunde wurde dieser Menschensohn
angerufen
bei dem Herrn der Geister und sein Name in Gegenwart des Hauptes der
Tage. Bevor die Sonne und die Zeichen geschaffen waren, bevor die
Sterne des Himmels gebildet waren, wurde sein Name angerufen in der
Gegenwart des Herrn der Geister. Eine Stütze wird er sein den Gerechten
und den Heiligen, auf welche sie sich lehnen, ohne zuו fallen, und er
wird sein das Licht der Völker. Er wird sein die Hoffnung derer, deren
Herzen in Unruhe sind. Alle, welche wohnen auf Erden, werden
niederfallen und anbeten vor ihm; werden rühmen und verherrlichen ihn,
und Loblieder singen dem Namen des Herrn der Geister. Deshalb war der
Auserwählte und der Verborgene in seiner Gegenwart, ehe die Welt
geschaffen wurde und immerdar in seiner Gegenwart und hat
enthüllt
den Heiligen und den Gerechten die Weisheit des Herrn der
Geister. (1 Henoch 48:2-6)
So sehen wir, daß die ewige Sohnschaft Jesu keine Erfindung
des
Neuen Testaments ist sondern seine Quellen in der Hebräischen Schrift
hat, in den Apokryphen und der Rabbinischen Literatur.
Erfüllung im NT:
Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der
Erstgeborene der ganzen Schöpfung. Denn
in ihm wurde alles erschaffen im Himmel und auf Erden, das
Sichtbare und das Unsichtbare, Throne und Herrschaften, Mächte
und
Gewalten; alles ist durch ihn und auf ihn hin geschaffen. Er
ist
vor aller Schöpfung,/ in ihm hat alles Bestand. (Kol. 1:15-17)
Der Messias heißt "Gott"
AT Prophezeihung:
Seht, es kommen Tage - Spruch
des Herrn -,
da werde ich für David einen gerechten Spross erwecken. Er wird als
König herrschen und weise handeln, für Recht und Gerechtigkeit wird er
sorgen im Land. In seinen Tagen wird Juda gerettet werden, Israel kann
in Sicherheit wohnen. Man wird ihm den Namen geben: DER HERR (JHWE) IST
UNSERE GERECHTIGKEIT." (Jer 23:5-6))
Seine Herrschaft ist groß und der Friede hat kein Ende. Auf dem
Thron Davids herrscht er über sein Reich; er festigt und
stützt es
durch Recht und Gerechtigkeit, jetzt und für alle Zeiten. Der
leidenschaftliche Eifer des Herrn der Heere wird das
vollbringen.
(Jes. 9:6)
Kommentar:
Diese
zwei Verse weisen darauf hin, daß der davidische König, Messias und
"Sohn" Gott sein wird. Die göttliche Natur des Messias ist ein
ausgedehntes Thema welches wir woanders behandeln werden. Hier reicht
es zu zeigen, daß der Midrasch über das Klagelied auch den Namen Gottes
auf den Messias bezieht:
Was ist der Name des Messias-König? R. Abba b. Kahana
sagte: Sein Name ist 'der Herr', so wie berichtet wird, und dies ist der Name, den er
genannt werden wird, der Herr ist unsere Gerechtigkeit. (Klagelieder
Rabbah, I. 16. 51)
Erfüllung im NT:
Im Anfang war das Wort, und
das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. (Jh. 1:1)
Jesus sagte ihnen: “Amen, amen, ich sage euch, bevor Abraham war, war
ich.” (Jh. 8:58)
Und Thomas antwortete und sagte zu [Jesus], “Mein Herr und mein Gott!”
(Jh. 20:28)
...an alle die durch die Gerechtigkeit unseres Gottes und Retters
Jesus Christus den gleichen kostbaren Glauben erlangt haben wie wir.(2
Petr. 1:1)
Siehe auch: Die
Gottesnatur des Messias
Die Hauptquelle für diesen Artikel ist::
Risto Santala, The
Messiah in the Old Testament in the Light of Rabbinical Writings,
Jerusalem: Keren Ahvah Meshihit, 1992.
Vom selben Autor können Sie auf Englisch folgenden
online-Artikel lesen: Wie können wir sicher sein, daß Jesus der
Messias ist?
Siehe auch: Messianische Prophezeihungen*
(PowerPoint)
Mehr über messianische Prophetien hier:
AboutBibleProphecy.com
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